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Mo. 17.06.
17:00 Uhr

Führung | NS-Dokumentationszentrum

Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit

Exklusiv-Führung durch die Sonderausstellung für Mitglieder des Vereins EL-DE-Haus e.V. mit Katja Lambert.

Albert Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches verantwortlich für Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins. Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten, 1942 wurde er Rüstungsminister. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher zu zwanzig Jahren Haft.

Als Speer am 1. Oktober 1966 aus dem Gefängnis in Berlin-Spandau entlassen wurde, waren über tausend Schaulustige gekommen und dutzende Mikrophone und Kameras aus aller Welt auf ihn gerichtet. Dies war der Beginn seiner »zweiten Karriere« als scheinbar geläuterter Zeitzeuge des Nationalsozialismus. Speer platzierte in der Öffentlichkeit erfolgreich die Legende, er habe von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten.

Mit unkritischer Bereitwilligkeit folgten Historiker, Publizisten, aber auch die deutsche Öffentlichkeit der Erinnerungsmanipulation des »guten Nazis« – nicht zuletzt, weil er eine Entlastung für jene bot, die sich selbst im Nationalsozialismus engagiert hatten.

Eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte, München-Berlin

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Katja Lambert | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Teilnahme: kostenlos | Rahmenprogramm zu: „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“, 07.06.2019 - 18.08.2019

Di. 18.06.
16:00 Uhr

Event | NS-Dokumentationszentrum

Israel-Tag Köln

Am 18. Juni 2019 findet auf dem Heumarkt in Köln unter Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker die Veranstaltung „Israel-Tag Köln“ statt. Neben dem Bühnenprogramm gibt es  ein tolles Programm für Kinder: eine Hüpfburg, Clown Olli kommt, sowie ein buntes Kinderangebot vom jüdischen Kindergarten-Team und dem Jugendzentrum Jachad. Des Weiteren verschiedene Infostände. Auch das NS-Dokumentationszentrum wird dort mit einem Stand vertreten sein.

Für: Alle | Von: Synagogengemeinde Köln | Treffpunkt: Heumarkt | Teilnahme: kostenlos

Mi. 19.06.
16:30 Uhr

Führung | Museum Ludwig

Salvator Dali - Genie oder Kult?

Für: Erwachsene | Von: Arbeitskreis Wallraf-Richartz-Museum / Museum Ludwig | Mit: Diane Ciesielski M.A. | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos | zzgl. Eintritt

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Mi. 19.06.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Filmprogramm zur Ausstellung „Fiona Tan. GAAF“

The Sensitive Plate (De Gevoelige Plaat)

Kees Hin, 1976, 57‘, DCP, OmeU

Anlässlich der Ausstellung „Fiona Tan. GAAF“ zeigt das Museum Ludwig eine von Fiona Tan kuratierte Filmreihe: Der niederländische Filmemacher Kees Hin widmet sich in dem Stummfilm THE SENSITIVE PLATE dem Archiv vergangenen Fotografenfamilie. 1913 hatte der Fotograf J. Merkelbach (1877–1942) in Amsterdam ein Studio eröffnet, das seine Tochter Mies nach seinem Tod bis 1969 fortführte. Über 30.000 Porträts von heute unbekannten Frauen, Männern und Kindern aus über 50 Jahren sind überliefert. Der Film präsentiert daraus eine chronologische Auswahl. Geschichte im Film mittels Fotografie zu erzählen – das gelingt dem Film still und leise.

Weitere Filme: DIE EHE DER MARIA BRAUN (17.7.), FINDING VIVIAN MAIER (7.8.)

Für: Erwachsene | Von: Museum Ludwig | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 6,50 | ermäßigt: € 5,50 | Rahmenprogramm zu: „Fiona Tan“, 04.05.2019 - 11.08.2019

Do. 20.06.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Dokomotive Extra

Lord of the toys

D 2018, 95', DCP, Regie, Buch, Montage: Pablo Ben Yakov, Kamera/ Buch, Montage: André Krummel Anschließend Diskussions-Panel

LORD OF THE TOYS folgt YouTuber Max „Adlersson“ Herzberg und seiner Clique einen Sommer lang und hinterlässt ein dystopisches Bild der ersten Generation junger Erwachsener, die ein Leben ohne Internet gar nicht kennen. Eine Geschichte über den Westen im Allgemeinen und den deutschen Osten im Speziellen.

Ist LORD OF THE TOYS eine neue Art des politischen Films oder nur eine Plattform für rechtes Gedankengut? Alle sprechen über diesen Film, doch nur die Wenigsten konnten ihn bis jetzt sehen.

In Kooperation mit den Machern dieses polarisierenden Dokumentarfilms bringt nun die Dokomotive Plattform den Gewinner der Goldenen Taube von DOK Leipzig nach Köln und gestaltet das anschließende Diskussions-Panel. Bisher bestätigte Panel-Teilnehmer sind Dr. Fabian Schäfer (Universität Erlangen/Konnektiver Zynismus), Wolfgang M. Schmitt (Filmkritiker/Die Filmanalyse) Bettina Braun (Dokumentarfilmerin) sowie die beiden Filmemacher Pablo Ben Yakov und André Krummel.

Weitere Infos über den Köln-Stopp der offiziellen Kinotour gibt es unter https://www.lordofthetoys.com/ und auf den Dokomotive Social Media Kanälen: https://plattform.dokomotive.com/

Für: Erwachsene | Von: Dokomotive Plattform & Glotzen Off in Kooperation mit der Dokumentarfilminitiative (dfi) | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 8,00 | ermäßigt: € 7,00 | https://www.ticketino.com/de/Event/Lord-of-the-Toys-Dokomotive-Extra/84953

Fr. 21.06.
18:30 Uhr

Film | Museum Ludwig

Türkische Filmtage Köln

Kuklali Köşk: Hirsiz Var (Die Villa Mit Den Puppen: Die Einbrecher)

TUR 2019, 82‘, DCP, OmeU, R: Mustafa H. Öztürk, Kinderfilm

Der Film DIE VILLA MIT DEN PUPPEN: DIE EINBRECHER, handelt von den Abenteuern lebendiger Puppen. Onkel Müşfik lebt einsam in einer großen Villa. Eines Abends geht Onkel Müşfik seine Freunde besuchen und dies führt zu unerwarteten Ereignissen. Die Diebe Behçet und Riko brechen in sein Haus ein, kurz nachdem er gegangen ist. Die Diebe denken, dass niemand mehr im Haus ist. Aber Onkel Müşfik hat die Puppen beauftragt, während seiner Abwesenheit auf die Villa aufzupassen. Als die Diebe das Haus betreten, beginnen die Puppen mit der Verteidigung. Statt Wertsachen mitgehen zu lassen, entscheiden sich die beiden Diebe die lebendigen Puppen mitzunehmen. Aber das wird nicht so einfach, wie sie sich vorgestellt haben.

Für: Erwachsene | Von: Yunus Emre Enstitüsü Köln | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos

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Sa. 22.06.
15:00 - 16:00 Uhr

Führung | Museum Ludwig

Guided tour in English: Collection Highlights

Für: Erwachsene | Von: Museumsdienst Köln | Treffpunkt: Kasse | zzgl. Eintritt

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Sa. 22.06.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Türkische Filmtage Köln

Türk Işi Dondurma (Turkish Ice Cream)

TRK 2017, 120’, DCP, OmU, R: Can Ulkay

Ein berührendes Drama, inspiriert von einer wahren Geschichte: TURKISH ICE CREAM vom Regisseur von AYLA und MÜSLÜM.

Das Leben der beiden Eisverkäufer Mehmet und Deveci Ali, die während des Ersten Weltkriegs in Australien in einer kleinen Provinz als Schicksalsfreunde leben, ändert sich unerwartet durch den Krieg. Das Land, in dem sie leben, erklärt ihrem Heimatland plötzlich den Krieg. Sie entscheiden sich, für ihr Heimatland zu kämpfen.

Für: Erwachsene | Von: Yunus Emre Enstitüsü Köln | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos

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So. 23.06.
11:30 Uhr

Führung | Museum Ludwig

Salvator Dali - Genie oder Kult?

Für: Erwachsene | Von: Arbeitskreis Wallraf-Richartz-Museum / Museum Ludwig | Mit: Diane Ciesielski M.A. | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos | zzgl. Eintritt

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So. 23.06.
15:00 - 16:00 Uhr

Führung | Museum Ludwig

Fiona Tan. GAAF

Für: Erwachsene | Von: Museumsdienst Köln | Treffpunkt: Kasse | Preis: € 2,00 | zzgl. Eintritt | Rahmenprogramm zu: „Fiona Tan“, 04.05.2019 - 11.08.2019

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So. 23.06.
15:00 - 16:00 Uhr

Führung | Museum Ludwig

Pop Art

In dieser Führung werden Werke aus der großen Pop Art-Sammlung des Museum Ludwig vorgestellt, darunter Werke von Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Roy Lichtenstein.

Für: Erwachsene | Von: Museumsdienst Köln | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos | zzgl. Eintritt

So. 23.06.
18:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Türkische Filmtage Köln

Ahlat Ağacı (The Wild Pear Tree)

FRA,TUR,DE,BUL, 2018, 188‘, DCP, OmeU, R: Nuri Bilge Ceylan

Der von einer Leidenschaft für Literatur gepackte Sinan (Doğu Demirkol) wollte schon immer nicht nur Lehrer, sondern auch Schriftsteller werden. Nun hat er nach Abschluss seines Studiums auch ein Buch geschrieben und hofft das Manuskript an den Mann zu bringen. Doch zurück in seinem anatolischen Heimatdorf holen ihn die Schulden seines Vaters Idris (Murat Cemcir) ein. Der hat durch seine Wettsucht nämlich alles verspielt, sieht aber schon einen Ausweg. Er hat angeblich ein Vermögen in Aussicht.

Für: Erwachsene | Von: Yunus Emre Enstitüsü Köln | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos

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Di. 25.06.
19:00 Uhr

Vortrag | Museum Ludwig

Mit Geistern leben: Fiona Tan und die Vitalität des Archivs

Vortrag anlässlich der Ausstellung „Fiona Tan“.
Ort: Kino im Museum Ludwig, Südeingang

 

Mit dem Blick in Archive kommt die Vergangenheit in Bewegung. Abwesendes fordert Präsenz, Vergangenes geistert durch die Gegenwart. Geschichte erweist sich als nie abgeschlossen und immer wieder neu zu schreiben. Was bedeutet das für archivierte Bilder, wenn sie jetzt Aufmerksamkeit erfahren, welche Rolle hatten sie, als sie ohne Beachtung auskommen mussten? Welche Auswirkung kann die Bezugnahme auf sie für die Entwicklung gegenwärtiger und zukünftiger Bilder und Vorstellungen haben? Wer, wie Fiona Tan, in und mit Bildersammlungen lebt, für den sind dies zentrale Fragen.


Beatrice von Bismarck ist Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaften an der Hochschule für Grafik und Bildkunst in Leipzig.

Für: Erwachsene | Von: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig | Reihe: KunstBewusst | Preis: € 2,50

Mi. 26.06.
16:30 Uhr

Führung | Museum Ludwig

Das Ludwig und seine Frauen

Für: Erwachsene | Von: Arbeitskreis Wallraf-Richartz-Museum / Museum Ludwig | Mit: Dr. Inge Schaefer | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos | zzgl. Eintritt

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Do. 27.06.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

FILMGESCHICHTEN: Mythen der Wildnis

In der Reihe FILMGESCHICHTEN präsentiert das Filmforum regelmäßig filmhistorische Programme, in denen ausgewählte Motive durch die internationale Filmgeschichte verfolgt werden. Von März bis Dezember 2019 steht das Thema „Mythen der Wildnis“ im Zentrum der Reihe. Mit elf Filmen von 1925 bis 2018 schlägt das Programm dabei einen Bogen von der Stummfilm-Komödie GOLDRAUSCH bis hin zur apokalyptischen Robinsonade IN MY ROOM. 

Jeremiah Johnson

USA 1972, 108’, 35mm, DF, Regie: Sydney Pollack, mit Robert Redford, Will Geer, Delle Bolton Einführung: Sven von Reden, Filmkritiker

The one and only Robert Redford als einsamer Trapper, der zwischen Fallenstellern, Indianern und Grizzlies stets eine gute Figur macht – stilsicher und erstaunlich kritiklos verbeugt sich Sydney Pollack vor einem Genre, das wie kein anderes den Mythos vom Wilden Westen geprägt hat.

Weitere Informationen zum gesamten Programm unter www.filmforumnrw.de und www.facebook.com/FilmforumNRW

Für: Erwachsene | Von: Filmforum NRW | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 6,50 | ermäßigt: € 5,50

Do. 27.06.
19:00 Uhr

Vortrag | NS-Dokumentationszentrum

Albert Speer: Eine deutsche Karriere

mit Prof. Dr. Magnus Brechtken

Als das Buch »Albert Speer: Eine deutsche Karriere« im Jahr 2017 erschien, erregte es eine große Aufmerksamkeit. Speer galt viele Jahrzehnte als der »gute Nazi«, zumal er bei seinen öffentlichen Auftritten und in seinen autobiographischen Schriften eine vermeintliche Reflektion über seine Verstrickung in das NS-Regime unternahm.

Demgegenüber steht der reale Verantwortungsbereich des schon 1931 in die NSDAP eingetretenen Architekten, der bald ein Vertrauter Adolf Hitlers wurde und die Politik des »Rassenstaates« in vielerlei Hinsicht unterstützte. Während des Zweiten Weltkrieges, als abzusehen war, dass das Deutsche Reich seinen Zenit überschritten hatte, engagierte Speer sich als Rüstungsminister unermüdlich für den »totalen Krieg« und dessen Vernichtungsmaschinerie.

Gleichwohl behauptete er nach Kriegsende, stets distanziert, ja eigentlich unpolitisch und gar kein richtiger Nazi gewesen zu sein. Magnus Brechtken zeigt, wie es Speer gelang, diese Legende zu verbreiten, und wie Millionen Deutsche sie begierig aufnahmen, um sich selbst zu entschulden.

Prof. Dr. Magnus Brechtken ist stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München.

Begleitprogramm zur Sonderausstellung »Albert Speer in der Bundesrepublik«

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Prof. Dr. Magnus Brechtken | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Rahmenprogramm zu: „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“, 07.06.2019 - 18.08.2019

Fr. 28.06.
13:00 Uhr

Kolloquium | NS-Dokumentationszentrum

Grenzüberschreitungen. Das Rheinland und Westeuropa

Neue Forschungen zur Geschichte des Nationalsozialismus in Köln und dem Rheinland

Das einmal jährlich stattfindende Kolloquium des NS-DOK widmet sich, jeweils unter einem Oberthema, neuen Studien zur NS-Geschichte. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft und geschichtlich interessierter Öffentlichkeit zu fördern.

In diesem Jahr werden Verbindungslinien Kölns mit Westeuropa untersucht. Der Arbeit der NS-Sicherheitsorgane an der deutschen Westgrenze wenden sich Alena Saam (über die Zoll- und Grenzpolizei) und Thomas Grotum sowie Lena Haase (über die Tätigkeit der Gestapo Trier in Luxemburg) zu. Grenzüberschreitende Fluchtbewegungen der jüdischen Bevölkerung stellen Anne Prior, Änneke Winckel und Adrian Stellmacher am Beispiel der »Kindertransporte« nach Belgien vor. Im dritten Teil der Tagung geht es um die Beteiligung rheinischer Verwaltungsexperten an der NS-Besatzungspolitik. Robert Becker skizziert, welche Rolle der Kölner Regierungspräsident Eggert Reeder ab 1940 als Militärverwaltungschef für Belgien und Nordfrankreich spielte. Christoph Brüll widmet sich Franz Thedieck, der sich bereits vor dem Zweiten Weltkrieg als Spezialist für »Grenzlandfragen« einen Namen gemacht hatte und bis 1943 als Oberkriegsverwaltungsrat unter Reeder wirkte.

Eine verbindlicheschriftliche Anmeldung unter Angabe des Forschungsinteresses wird bis 26. Juni 2019 erbeten unter nsdok@stadt-koeln.de.

Angemeldete erhalten eine Benachrichtigung. Teilnahmegebühren fallen nicht an.

Das Programm des Kolloquiums finden Sie hier.

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Dr. Karola Fings und Dr. Thomas Roth | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Teilnahme: kostenlos

So. 30.06.
11:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Matinee

Kulenkampffs Schuhe

D 2018, Ausschnitte, Produktion: zero one film, entstanden im Auftrag des Südwestdeutschen Rundfunks in Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk, Buch und Regie: Regina Schilling Anschließend Diskussion mit Regina Schilling, Moderation: Dr. Karola Fings

Als KULENKAMPFFS SCHUHE am 8. August 2018 erstmals in der ARD gesendet wurde, bewegte die Dokumentation, fast wie der gleichnamige Showmaster, ein Millionenpublikum. Es folgten mehrere Auszeichnungen: Grimme-Preis 2019 in der Kategorie Information und Kultur, Deutscher Fernsehpreis 2019 als beste Dokumentation.

Die Kölner Regisseurin und Drehbuchautorin Regina Schilling hat mit ihrer autobiographisch angelegten Erzählung augenscheinlich einen Nerv getroffen. Der Film KULENKAMPFFS SCHUHE, der vollständig aus Archivmaterial besteht, zeigt Nachkriegsgeschichte auf überraschende, ungewöhnliche und berührende Art und Weise. Hans-Joachim Kulenkampff und Peter Alexander waren die großen Fernsehhelden der Familie von Regina Schilling, und natürlich, etwas später, Hans Rosenthal mit »Dalli Dalli«. Die Quizshows verhießen leichte Unterhaltung, Entspannung, heile Welt – das Unterhaltungsfernsehen der Bundesrepublik trat dazu an, eine ganze Nation von ihren Kriegstraumata zu therapieren.

Schillings Vater arbeitete rund um die Uhr in seiner eigenen Drogerie in Köln. Kaum etwas wurde mehr gebraucht: aufräumen, Wunden heilen, reparieren, saubermachen, Schädlinge bekämpfen. Was sahen die Väter der Kinder, die da im Schlafanzug vor dem Fernseher saßen, in den Showmastern? Wussten sie, dass Kulenkampff sich an der Ostfront vier Zehen eigenhändig amputiert hatte? Fragten sie sich, ob Peter Alexander wohl auch bei der Hitlerjugend gewesen war? Hatten sie davon gehört, dass Hans Rosenthal jüdisch war, sich in den Kriegsjahren als Vollwaise in einer Berliner Laube versteckte und jeden Moment damit rechnen musste, deportiert zu werden?

Die Showmaster gehörten wie Regina Schillings Vater einer sehr besonderen Generation an: Nach einer Kindheit im Nationalsozialismus, von Kriegseinsatz oder Verfolgung emotional nachhaltig gezeichnet, wurden sie nach dem Kriegsende bruchlos eingespannt in das Hamsterrad des Wiederaufbaus, der von Traumatisierungen nichts wusste – oder nichts wissen wollte.

Anhand von Filmausschnitten und im Gespräch mit Regina Schilling wird die subtile Präsenz der NS-Vergangenheit in deutschen Wohnzimmern beleuchtet.

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Vorverkauf: bis zum 29.06. an der Kasse im EL-DE-Haus, Vorbestellungen sind nicht möglich

So. 30.06.
11:00 Uhr

Film | NS-Dokumentationszentrum

»Kulenkampffs Schuhe«

Filmausschnitte und Diskussion

mit Regina Schilling (Drehbuch und Regie)
Moderation: Dr. Karola Fings

Als »Kulenkampffs Schuhe« am 8. August 2018 erstmals in der ARD gesendet wurde, bewegte die Dokumentation, fast wie der gleichnamige Showmaster, ein Millionenpublikum. Es folgten mehrere Auszeichnungen: Grimme-Preis 2019 in der Kategorie Information und Kultur, Deutscher Fernsehpreis 2019 als beste Dokumentation.

Die Kölner Regisseurin und Drehbuchautorin Regina Schilling hat mit ihrer autobiographisch angelegten Erzählung augenscheinlich einen Nerv getroffen. Der Film »Kulenkampffs Schuhe«, der vollständig aus Archivmaterial besteht, zeigt Nachkriegsgeschichte auf überraschende, ungewöhnliche und berührende Art und Weise. Hans Joachim Kulenkampff und Peter Alexander waren die großen Fernsehhelden der Familie von Regina Schilling, und natürlich, etwas später, Hans Rosenthal mit »Dalli Dalli«. Die Quizshows verhießen leichte Unterhaltung, Entspannung, heile Welt – das Unterhaltungsfernsehen der Bundesrepublik trat dazu an, eine ganze Nation von ihren Kriegstraumata zu therapieren.

Schillings Vater arbeitete rund um die Uhr in seiner eigenen Drogerie in Köln. Kaum etwas wurde mehr gebraucht: aufräumen, Wunden heilen, reparieren, saubermachen, Schädlinge bekämpfen. Was sahen die Väter der Kinder, die da im Schlafanzug vor dem Fernseher saßen, in den Showmastern? Wussten sie, dass Kulenkampff sich an der Ostfront vier Zehen eigenhändig amputiert hatte? Fragten sie sich, ob Peter Alexander wohl auch bei der Hitlerjugend gewesen war? Hatten sie davon gehört, dass Hans Rosenthal jüdisch war, sich in den Kriegsjahren als Vollwaise in einer Berliner Laube versteckte und jeden Moment damit rechnen musste, deportiert zu werden?

Die Showmaster gehörten wie Regina Schillings Vater einer sehr besonderen Generation an: Nach einer Kindheit im Nationalsozialismus, von Kriegseinsatz oder Verfolgung emotional nachhaltig gezeichnet, wurden sie nach dem Kriegsende bruchlos eingespannt in das Hamsterrad des Wiederaufbaus, der von Traumatisierungen nichts wusste – oder nichts wissen wollte.

Anhand von Filmausschnitten und im Gespräch mit Regina Schilling wird die subtile Präsens der NS-Vergangenheit in deutschen Wohnzimmern beleuchtet.

 »Kulenkampffs Schuhe«, Deutschland 2018, 92 min., ist eine Produktion von zero one film, entstanden im Auftrag des Südwestdeutschen Rundfunks in Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk. Buch und Regie: Regina Schilling

 In Kooperation mit Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH E.V.

 Begleitprogramm zur Sonderausstellung »Albert Speer in der Bundesrepublik«

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Dr. Karola Fings | Treffpunkt: Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Rahmenprogramm zu: „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“, 07.06.2019 - 18.08.2019

So. 30.06.
11:30 Uhr

Führung | Museum Ludwig

Das Ludwig und seine Frauen

Für: Erwachsene | Von: Arbeitskreis Wallraf-Richartz-Museum / Museum Ludwig | Mit: Dr. Inge Schaefer | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos | zzgl. Eintritt

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