Veranstaltungskalender

Ihre Auswahl: Wann: Keine Einschränkung | Wo: Keine Einschränkung | Was: Film | Lesung | Vortrag | Seminar | Für Wen: Keine Einschränkung |

zurück
Seite 1 / 3
vor
Mi. 19.06.
18:30 Uhr

Film | Käthe Kollwitz Museum

Making-of: Anja Niedringhaus – Die Bilderkriegerin

Werkstattgespräch zur filmischen Biografie von und mit Sonya und Yury Winterberg

Sonya und Yury Winterberg arbeiten gemeinsam für Ziegler Film an einem Kinofilm über das Leben von Anja Niedringhaus. Hierzu ist das Autorenpaar bereits weit gereist, um zahlreiche Freunde und Kollegen der Fotografin vor der Kamera zu interviewen. Im Werkstattgespräch berichten sie von ihrer Arbeit, zeigen erste Ausschnitte des Filmmaterials und setzen diese in den historischen Kontext zu anderen Filmen über Fotografen und Fotojournalismus in Krisengebieten.

Zur Person: Sonya und Yury Winterberg sind bekannt durch zahlreiche Publikationen für Printmedien, Film und Fernsehen. Unter anderem veröffentlichten sie 2015 »Kollwitz. Die Biografie« und verantworteten die arte-Doku »Käthe Kollwitz – Ein Leben in Leidenschaft«.

Für: Alle | Von: Käthe Kollwitz Museum | Reihe: Akademieprogramm | Treffpunkt: Forum im Museum | Preis: € 7,50 | ermäßigt: € 4,50 | Rahmenprogramm zu: „Anja Niedringhaus – Bilderkriegerin“, 29.03.2019 - 30.06.2019

Mi. 19.06.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Filmprogramm zur Ausstellung „Fiona Tan. GAAF“

The Sensitive Plate (De Gevoelige Plaat)

Kees Hin, 1976, 57‘, DCP, OmeU

Anlässlich der Ausstellung „Fiona Tan. GAAF“ zeigt das Museum Ludwig eine von Fiona Tan kuratierte Filmreihe: Der niederländische Filmemacher Kees Hin widmet sich in dem Stummfilm THE SENSITIVE PLATE dem Archiv vergangenen Fotografenfamilie. 1913 hatte der Fotograf J. Merkelbach (1877–1942) in Amsterdam ein Studio eröffnet, das seine Tochter Mies nach seinem Tod bis 1969 fortführte. Über 30.000 Porträts von heute unbekannten Frauen, Männern und Kindern aus über 50 Jahren sind überliefert. Der Film präsentiert daraus eine chronologische Auswahl. Geschichte im Film mittels Fotografie zu erzählen – das gelingt dem Film still und leise.

Weitere Filme: DIE EHE DER MARIA BRAUN (17.7.), FINDING VIVIAN MAIER (7.8.)

Für: Erwachsene | Von: Museum Ludwig | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 6,50 | ermäßigt: € 5,50 | Rahmenprogramm zu: „Fiona Tan“, 04.05.2019 - 11.08.2019

Do. 20.06.
15:00 Uhr

Vortrag | Museum Schnütgen

Eine Stunde Stadtgeschichte

Der ehrenamtliche Arbeitskreis Zeughaus im Stadtmuseum hat eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. Einmal monatlich sollen Vorträge zur Kölner Stadtgeschichte im Gartenzimmer des Museum Schnütgen stattfinden und damit die Brücke zur Sammlung mittelalterlicher Kunst schlagen. Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Stadtmuseums und des Museum Schnütgen.

Veranstaltungsort ist jeweils das Gartenzimmer im Museum Schnütgen

Thema: Der Rhein und seine Getreidemühlen

Veranstaltungsort ist jeweils das Gartenzimmer im Museum Schnütgen

Für: Erwachsene | Von: Museum Schnütgen | Mit: Heribert Bungarten | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos | zzgl. Eintritt

Alle Termine anzeigen
Do. 20.06.
15:00 Uhr

Vortrag | Kölnisches Stadtmuseum

Eine Stunde Stadtgeschichte im Gartenzimmer des Museum Schnütgen

Thema diesmal: Der Rhein und seine Getreidemühlen

Ab Februar 2019 teilen die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler des Arbeitskreises des Kölnischen Stadtmuseums ihr großes Wissen über die Stadtgeschichte auch mit den Besucherinnen und Besuchern des Museum Schnütgen – und zwar im stilvollen Gartenzimmer, mit Blick auf St. Cäcilien. In dieser Oase inmitten der Stadt berichten sie jeden dritten Donnerstag im Monat mit spannenden Vorträgen und Gesprächen über das Leben im mittelalterlichen Köln. Mit einem anschließenden gemeinsamen Besuch der Dauerausstellung schlägt die Veranstaltung die Brücke zu besonderen Exponaten des Museum Schnütgen (Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln).

Die Veranstaltung ist kostenlos, Teilnehmende müssen lediglich den Eintritt in die Dauerausstellung des Museum Schnütgen bezahlen (6 Euro, ermäßigt 3,50 Euro).

Eine wunderbare Gelegenheit, durch die reiche Kölner Vergangenheit zu reisen und das Gartenzimmer im denkmalgeschützten 1950er-Jahre-Anbau des Museum Schnütgen zu genießen!

Für: Erwachsene | Von: Arbeitskreis des Kölnischen Stadtmuseums Museum Schnütgen | Mit: Heribert Bungarten

Alle Termine anzeigen
Do. 20.06.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Dokomotive Extra

Lord of the toys

D 2018, 95', DCP, Regie, Buch, Montage: Pablo Ben Yakov, Kamera/ Buch, Montage: André Krummel Anschließend Diskussions-Panel

LORD OF THE TOYS folgt YouTuber Max „Adlersson“ Herzberg und seiner Clique einen Sommer lang und hinterlässt ein dystopisches Bild der ersten Generation junger Erwachsener, die ein Leben ohne Internet gar nicht kennen. Eine Geschichte über den Westen im Allgemeinen und den deutschen Osten im Speziellen.

Ist LORD OF THE TOYS eine neue Art des politischen Films oder nur eine Plattform für rechtes Gedankengut? Alle sprechen über diesen Film, doch nur die Wenigsten konnten ihn bis jetzt sehen.

In Kooperation mit den Machern dieses polarisierenden Dokumentarfilms bringt nun die Dokomotive Plattform den Gewinner der Goldenen Taube von DOK Leipzig nach Köln und gestaltet das anschließende Diskussions-Panel. Bisher bestätigte Panel-Teilnehmer sind Dr. Fabian Schäfer (Universität Erlangen/Konnektiver Zynismus), Wolfgang M. Schmitt (Filmkritiker/Die Filmanalyse) Bettina Braun (Dokumentarfilmerin) sowie die beiden Filmemacher Pablo Ben Yakov und André Krummel.

Weitere Infos über den Köln-Stopp der offiziellen Kinotour gibt es unter https://www.lordofthetoys.com/ und auf den Dokomotive Social Media Kanälen: https://plattform.dokomotive.com/

Für: Erwachsene | Von: Dokomotive Plattform & Glotzen Off in Kooperation mit der Dokumentarfilminitiative (dfi) | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 8,00 | ermäßigt: € 7,00 | https://www.ticketino.com/de/Event/Lord-of-the-Toys-Dokomotive-Extra/84953

Fr. 21.06.
18:30 Uhr

Film | Museum Ludwig

Türkische Filmtage Köln

Kuklali Köşk: Hirsiz Var (Die Villa Mit Den Puppen: Die Einbrecher)

TUR 2019, 82‘, DCP, OmeU, R: Mustafa H. Öztürk, Kinderfilm

Der Film DIE VILLA MIT DEN PUPPEN: DIE EINBRECHER, handelt von den Abenteuern lebendiger Puppen. Onkel Müşfik lebt einsam in einer großen Villa. Eines Abends geht Onkel Müşfik seine Freunde besuchen und dies führt zu unerwarteten Ereignissen. Die Diebe Behçet und Riko brechen in sein Haus ein, kurz nachdem er gegangen ist. Die Diebe denken, dass niemand mehr im Haus ist. Aber Onkel Müşfik hat die Puppen beauftragt, während seiner Abwesenheit auf die Villa aufzupassen. Als die Diebe das Haus betreten, beginnen die Puppen mit der Verteidigung. Statt Wertsachen mitgehen zu lassen, entscheiden sich die beiden Diebe die lebendigen Puppen mitzunehmen. Aber das wird nicht so einfach, wie sie sich vorgestellt haben.

Für: Erwachsene | Von: Yunus Emre Enstitüsü Köln | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos

Alle Termine anzeigen
Sa. 22.06.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Türkische Filmtage Köln

Türk Işi Dondurma (Turkish Ice Cream)

TRK 2017, 120’, DCP, OmU, R: Can Ulkay

Ein berührendes Drama, inspiriert von einer wahren Geschichte: TURKISH ICE CREAM vom Regisseur von AYLA und MÜSLÜM.

Das Leben der beiden Eisverkäufer Mehmet und Deveci Ali, die während des Ersten Weltkriegs in Australien in einer kleinen Provinz als Schicksalsfreunde leben, ändert sich unerwartet durch den Krieg. Das Land, in dem sie leben, erklärt ihrem Heimatland plötzlich den Krieg. Sie entscheiden sich, für ihr Heimatland zu kämpfen.

Für: Erwachsene | Von: Yunus Emre Enstitüsü Köln | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos

Alle Termine anzeigen
So. 23.06.
15:00 - 16:15 Uhr

Lesung | Museum für Angewandte Kunst Köln

Eine gemütliche Wohnung

Wenn es heiß ist und der Kühlschrank kaputt, dann braucht man unbedingt einen Elektriker. Der freundliche Herr Knorps erscheint und gibt sich alle Mühe, doch anschließend heizt der Kühlschrank und im Backofen hat sich eine Eisschicht gebildet...was hat Herr Knorps denn da wohl nur verwechselt?

Lesung aus dem gleichnamigen Buch von Paul Maar. Mit anschließender Führung.

Eine Kooperation von Museumsdienst Köln und LeseWelten Köln/KFA e.V.

Für: Kinder ab 5 Jahren | Von: Museumsdienst Köln | Reihe: Lesewelten | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos

So. 23.06.
18:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Türkische Filmtage Köln

Ahlat Ağacı (The Wild Pear Tree)

FRA,TUR,DE,BUL, 2018, 188‘, DCP, OmeU, R: Nuri Bilge Ceylan

Der von einer Leidenschaft für Literatur gepackte Sinan (Doğu Demirkol) wollte schon immer nicht nur Lehrer, sondern auch Schriftsteller werden. Nun hat er nach Abschluss seines Studiums auch ein Buch geschrieben und hofft das Manuskript an den Mann zu bringen. Doch zurück in seinem anatolischen Heimatdorf holen ihn die Schulden seines Vaters Idris (Murat Cemcir) ein. Der hat durch seine Wettsucht nämlich alles verspielt, sieht aber schon einen Ausweg. Er hat angeblich ein Vermögen in Aussicht.

Für: Erwachsene | Von: Yunus Emre Enstitüsü Köln | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Teilnahme: kostenlos

Alle Termine anzeigen
Di. 25.06.
18:00 Uhr

Vortrag | Historisches Archiv der Stadt Köln

Rahmenprogramm:

Die Stadt, die Universität und die Frauen. Kölner Frauengeschichte(n) in der Weimarer Republik

Für: Erwachsene | Von: Historisches Archiv Köln | Mit: Prof. Ute Planert, Historisches Institut der Universität zu Köln - Abteilung für Neuere Geschichte | Treffpunkt: Lesesaal des Historischen Archiv am Heumarkt 14 | Teilnahme: kostenlos | Rahmenprogramm zu: „ParallelUNIversum?! Köln und seine Universität seit 1919“, 07.05.2019 - 10.11.2019

Alle Termine anzeigen
Di. 25.06.
19:00 Uhr

Vortrag | Museum Ludwig

Mit Geistern leben: Fiona Tan und die Vitalität des Archivs

Vortrag anlässlich der Ausstellung „Fiona Tan“.
Ort: Kino im Museum Ludwig, Südeingang

 

Mit dem Blick in Archive kommt die Vergangenheit in Bewegung. Abwesendes fordert Präsenz, Vergangenes geistert durch die Gegenwart. Geschichte erweist sich als nie abgeschlossen und immer wieder neu zu schreiben. Was bedeutet das für archivierte Bilder, wenn sie jetzt Aufmerksamkeit erfahren, welche Rolle hatten sie, als sie ohne Beachtung auskommen mussten? Welche Auswirkung kann die Bezugnahme auf sie für die Entwicklung gegenwärtiger und zukünftiger Bilder und Vorstellungen haben? Wer, wie Fiona Tan, in und mit Bildersammlungen lebt, für den sind dies zentrale Fragen.


Beatrice von Bismarck ist Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaften an der Hochschule für Grafik und Bildkunst in Leipzig.

Für: Erwachsene | Von: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig | Reihe: KunstBewusst | Preis: € 2,50

Do. 27.06.
19:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

FILMGESCHICHTEN: Mythen der Wildnis

In der Reihe FILMGESCHICHTEN präsentiert das Filmforum regelmäßig filmhistorische Programme, in denen ausgewählte Motive durch die internationale Filmgeschichte verfolgt werden. Von März bis Dezember 2019 steht das Thema „Mythen der Wildnis“ im Zentrum der Reihe. Mit elf Filmen von 1925 bis 2018 schlägt das Programm dabei einen Bogen von der Stummfilm-Komödie GOLDRAUSCH bis hin zur apokalyptischen Robinsonade IN MY ROOM. 

Jeremiah Johnson

USA 1972, 108’, 35mm, DF, Regie: Sydney Pollack, mit Robert Redford, Will Geer, Delle Bolton Einführung: Sven von Reden, Filmkritiker

The one and only Robert Redford als einsamer Trapper, der zwischen Fallenstellern, Indianern und Grizzlies stets eine gute Figur macht – stilsicher und erstaunlich kritiklos verbeugt sich Sydney Pollack vor einem Genre, das wie kein anderes den Mythos vom Wilden Westen geprägt hat.

Weitere Informationen zum gesamten Programm unter www.filmforumnrw.de und www.facebook.com/FilmforumNRW

Für: Erwachsene | Von: Filmforum NRW | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 6,50 | ermäßigt: € 5,50

Do. 27.06.
19:00 Uhr

Vortrag | NS-Dokumentationszentrum

Albert Speer: Eine deutsche Karriere

mit Prof. Dr. Magnus Brechtken

Als das Buch »Albert Speer: Eine deutsche Karriere« im Jahr 2017 erschien, erregte es eine große Aufmerksamkeit. Speer galt viele Jahrzehnte als der »gute Nazi«, zumal er bei seinen öffentlichen Auftritten und in seinen autobiographischen Schriften eine vermeintliche Reflektion über seine Verstrickung in das NS-Regime unternahm.

Demgegenüber steht der reale Verantwortungsbereich des schon 1931 in die NSDAP eingetretenen Architekten, der bald ein Vertrauter Adolf Hitlers wurde und die Politik des »Rassenstaates« in vielerlei Hinsicht unterstützte. Während des Zweiten Weltkrieges, als abzusehen war, dass das Deutsche Reich seinen Zenit überschritten hatte, engagierte Speer sich als Rüstungsminister unermüdlich für den »totalen Krieg« und dessen Vernichtungsmaschinerie.

Gleichwohl behauptete er nach Kriegsende, stets distanziert, ja eigentlich unpolitisch und gar kein richtiger Nazi gewesen zu sein. Magnus Brechtken zeigt, wie es Speer gelang, diese Legende zu verbreiten, und wie Millionen Deutsche sie begierig aufnahmen, um sich selbst zu entschulden.

Prof. Dr. Magnus Brechtken ist stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München.

Begleitprogramm zur Sonderausstellung »Albert Speer in der Bundesrepublik«

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Prof. Dr. Magnus Brechtken | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Rahmenprogramm zu: „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“, 07.06.2019 - 18.08.2019

So. 30.06.
11:00 Uhr

Film | Museum Ludwig

Matinee

Kulenkampffs Schuhe

D 2018, Ausschnitte, Produktion: zero one film, entstanden im Auftrag des Südwestdeutschen Rundfunks in Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk, Buch und Regie: Regina Schilling Anschließend Diskussion mit Regina Schilling, Moderation: Dr. Karola Fings

Als KULENKAMPFFS SCHUHE am 8. August 2018 erstmals in der ARD gesendet wurde, bewegte die Dokumentation, fast wie der gleichnamige Showmaster, ein Millionenpublikum. Es folgten mehrere Auszeichnungen: Grimme-Preis 2019 in der Kategorie Information und Kultur, Deutscher Fernsehpreis 2019 als beste Dokumentation.

Die Kölner Regisseurin und Drehbuchautorin Regina Schilling hat mit ihrer autobiographisch angelegten Erzählung augenscheinlich einen Nerv getroffen. Der Film KULENKAMPFFS SCHUHE, der vollständig aus Archivmaterial besteht, zeigt Nachkriegsgeschichte auf überraschende, ungewöhnliche und berührende Art und Weise. Hans-Joachim Kulenkampff und Peter Alexander waren die großen Fernsehhelden der Familie von Regina Schilling, und natürlich, etwas später, Hans Rosenthal mit »Dalli Dalli«. Die Quizshows verhießen leichte Unterhaltung, Entspannung, heile Welt – das Unterhaltungsfernsehen der Bundesrepublik trat dazu an, eine ganze Nation von ihren Kriegstraumata zu therapieren.

Schillings Vater arbeitete rund um die Uhr in seiner eigenen Drogerie in Köln. Kaum etwas wurde mehr gebraucht: aufräumen, Wunden heilen, reparieren, saubermachen, Schädlinge bekämpfen. Was sahen die Väter der Kinder, die da im Schlafanzug vor dem Fernseher saßen, in den Showmastern? Wussten sie, dass Kulenkampff sich an der Ostfront vier Zehen eigenhändig amputiert hatte? Fragten sie sich, ob Peter Alexander wohl auch bei der Hitlerjugend gewesen war? Hatten sie davon gehört, dass Hans Rosenthal jüdisch war, sich in den Kriegsjahren als Vollwaise in einer Berliner Laube versteckte und jeden Moment damit rechnen musste, deportiert zu werden?

Die Showmaster gehörten wie Regina Schillings Vater einer sehr besonderen Generation an: Nach einer Kindheit im Nationalsozialismus, von Kriegseinsatz oder Verfolgung emotional nachhaltig gezeichnet, wurden sie nach dem Kriegsende bruchlos eingespannt in das Hamsterrad des Wiederaufbaus, der von Traumatisierungen nichts wusste – oder nichts wissen wollte.

Anhand von Filmausschnitten und im Gespräch mit Regina Schilling wird die subtile Präsenz der NS-Vergangenheit in deutschen Wohnzimmern beleuchtet.

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Vorverkauf: bis zum 29.06. an der Kasse im EL-DE-Haus, Vorbestellungen sind nicht möglich

So. 30.06.
11:00 Uhr

Film | NS-Dokumentationszentrum

»Kulenkampffs Schuhe«

Filmausschnitte und Diskussion

mit Regina Schilling (Drehbuch und Regie)
Moderation: Dr. Karola Fings

Als »Kulenkampffs Schuhe« am 8. August 2018 erstmals in der ARD gesendet wurde, bewegte die Dokumentation, fast wie der gleichnamige Showmaster, ein Millionenpublikum. Es folgten mehrere Auszeichnungen: Grimme-Preis 2019 in der Kategorie Information und Kultur, Deutscher Fernsehpreis 2019 als beste Dokumentation.

Die Kölner Regisseurin und Drehbuchautorin Regina Schilling hat mit ihrer autobiographisch angelegten Erzählung augenscheinlich einen Nerv getroffen. Der Film »Kulenkampffs Schuhe«, der vollständig aus Archivmaterial besteht, zeigt Nachkriegsgeschichte auf überraschende, ungewöhnliche und berührende Art und Weise. Hans Joachim Kulenkampff und Peter Alexander waren die großen Fernsehhelden der Familie von Regina Schilling, und natürlich, etwas später, Hans Rosenthal mit »Dalli Dalli«. Die Quizshows verhießen leichte Unterhaltung, Entspannung, heile Welt – das Unterhaltungsfernsehen der Bundesrepublik trat dazu an, eine ganze Nation von ihren Kriegstraumata zu therapieren.

Schillings Vater arbeitete rund um die Uhr in seiner eigenen Drogerie in Köln. Kaum etwas wurde mehr gebraucht: aufräumen, Wunden heilen, reparieren, saubermachen, Schädlinge bekämpfen. Was sahen die Väter der Kinder, die da im Schlafanzug vor dem Fernseher saßen, in den Showmastern? Wussten sie, dass Kulenkampff sich an der Ostfront vier Zehen eigenhändig amputiert hatte? Fragten sie sich, ob Peter Alexander wohl auch bei der Hitlerjugend gewesen war? Hatten sie davon gehört, dass Hans Rosenthal jüdisch war, sich in den Kriegsjahren als Vollwaise in einer Berliner Laube versteckte und jeden Moment damit rechnen musste, deportiert zu werden?

Die Showmaster gehörten wie Regina Schillings Vater einer sehr besonderen Generation an: Nach einer Kindheit im Nationalsozialismus, von Kriegseinsatz oder Verfolgung emotional nachhaltig gezeichnet, wurden sie nach dem Kriegsende bruchlos eingespannt in das Hamsterrad des Wiederaufbaus, der von Traumatisierungen nichts wusste – oder nichts wissen wollte.

Anhand von Filmausschnitten und im Gespräch mit Regina Schilling wird die subtile Präsens der NS-Vergangenheit in deutschen Wohnzimmern beleuchtet.

 »Kulenkampffs Schuhe«, Deutschland 2018, 92 min., ist eine Produktion von zero one film, entstanden im Auftrag des Südwestdeutschen Rundfunks in Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk. Buch und Regie: Regina Schilling

 In Kooperation mit Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH E.V.

 Begleitprogramm zur Sonderausstellung »Albert Speer in der Bundesrepublik«

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Dr. Karola Fings | Treffpunkt: Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Rahmenprogramm zu: „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“, 07.06.2019 - 18.08.2019

Do. 04.07.
18:00 Uhr

Vortrag | Museum für Angewandte Kunst Köln

Gegensätzliche Positionen? Johannes Itten und László Moholy-Nagy als Lehrer am Bauhaus

Vortrag von Prof. Dr. Rainer K. Wick, Bornheim

Im Rahmen der Lehre am Bauhaus kam dem Vorkurs eine maßgebliche Rolle zu. Eingeführt wurde der Vorkurs ein halbes Jahr nach der Gründung der Schule durch den Schweizer Maler Johannes Itten, der das frühe Bauhaus maßgeblich geprägt hat. Itten ging es um die Ganzheit aus Körper, Geist und Seele und folglich um eine möglichst ausgewogene Schulung des Motorischen, des Erlebnishaften und des Intellektuellen. Er schied Anfang 1923 aus dem Bauhaus aus, und unter seinem Nachfolger, dem ungarischen Konstruktivisten László Moholy-Nagy, stand im Vorkurs das Intellektuelle deutlich im Vordergrund. So ging es um die systematische Untersuchung unterschiedlicher Materialien, dreidimensionale Konstruktionsübungen und minimalistische Gleichgewichtsstudien.

Eintritt: € 3,-, Eintritt frei für Studierende und Overstolzen Foto: © Sascha Fuis Fotografie

Für: Erwachsene | Von: Museum für Angewandte Kunst | Mit: Prof. Dr. Rainer K. Wick, Bornheim | Treffpunkt: Overstolzensaal | Preis: € 3,00 | Rahmenprogramm zu: „2 von 14. Zwei Kölnerinnen am Bauhaus“, 12.04.2019 - 11.08.2019

Do. 04.07.
19:00 Uhr

Lesung | NS-Dokumentationszentrum

"Wo die Freiheit wächst." Ein Briefroman zu den Edelweißpiraten

mit Frank Maria Reifenberg. Zusätzlich lesen Maren Gottschalk und Gerlis Zillgens.
Moderation: Dr. Martin Rüther

Zur Einstimmung auf das »Edelweißpiratenfestival« stellt der Kölner Autor Frank Maria Reifenberg sein neues Jugendbuch vor, das von Liebe, Freiheit und Widerstand in den Zeiten der NS-Diktatur handelt. Die Protagonistin Lene Meister ist 16 Jahre alt und Auszubildende in einem Friseursalon in der Domstadt. Doch der Krieg raubt ihr viel von dem, was sich ein Mädchen in ihrem Alter erträumt. Lene lässt sich nicht unterkriegen und versucht tapfer, die Familie zusammenzuhalten. Mit jeder neuen Todesnachricht von der Front und mit dem allmählichen Verschwinden ihrer jüdischen Freunde beginnt sie mehr am NS-Regime zu zweifeln. In dieser Zeit zwischen Furcht, Verzweiflung und Hoffnung lernt sie Erich kennen und verliebt sich. Bald entdeckt Lene, dass Erich ein gefährliches Spiel spielt. Er gehört zu den Jugendlichen, die nicht in Reih und Glied marschieren wollen: zu den Edelweißpiraten. Sie tragen keine Uniformen und singen ihre eigenen Lieder. Sie beschmieren die Wände mit Anti-Nazi-Parolen und teilen regimekritische Flugblätter aus. Und das alles ist der Gestapo ein großer Dorn im Auge.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Dr. Martin Rüther | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

Do. 04.07.
20:00 Uhr

Film | Museum für Angewandte Kunst Köln

Kurzfilmprogramm Bauhaus

Walter Gropius: Das Bauhaus in Dessau

Nach Entwürfen von Walter Gropius entstand 1926 in Dessau das vielleicht berühmteste Bauwerk des 20. Jahrhunderts: die Hochschule für Gestaltung, das Bauhaus.

F 2000 • 28’ • dt. Fassung • Regie: Frédéric Compain; © Verleih

Für: Erwachsene | Von: Museum für Angewandte Kunst | Treffpunkt: Overstolzensaal | Preis: € 6,00 | Rahmenprogramm zu: „2 von 14. Zwei Kölnerinnen am Bauhaus“, 12.04.2019 - 11.08.2019

Do. 04.07.
20:35 - 21:10 Uhr

Film | Museum für Angewandte Kunst Köln

Kurzfilmprogramm Bauhaus

Das neue Frankfurt – Filme von Paul Wolff

„Das neue Frankfurt“ war das innovativste Großprojekt des Neuen Bauens der 1920er-Jahre. Präsentiert werden Originalfilme von Dr. Paul Wolff.

D 1927/1928 • 35’ • dt. OV • Regie: Paul Wolff; © Neue Visionen Filmverleih

Für: Erwachsene | Von: Museum für Angewandte Kunst | Treffpunkt: Overstolzensaal | Preis: € 6,00 | Rahmenprogramm zu: „2 von 14. Zwei Kölnerinnen am Bauhaus“, 12.04.2019 - 11.08.2019

Do. 04.07.
21:15 - 21:45 Uhr

Film | Museum für Angewandte Kunst Köln

Kurzfilmprogramm Bauhaus

Das Triadische Ballett – Ein Film in drei Teilen nach Tänzen von Oskar Schlemmer In Oskar Schlemmers großem Theaterexperiment bewegen sich avantgardistische Menschenfigurinen in strengen Gruppierungen mit eckigen und stakkatoartigen Bewegungen.

D 1970 • 30’ • dt. OV • Regie: John Halas; © Verleih

Für: Erwachsene | Von: Museum für Angewandte Kunst | Treffpunkt: Overstolzensaal | Preis: € 6,00 | Rahmenprogramm zu: „2 von 14. Zwei Kölnerinnen am Bauhaus“, 12.04.2019 - 11.08.2019

zurück
Seite 1 / 3
vor
 
 
 

Newsletter aktuell

Veranstaltungen, Events, neue Ausstellungen, Ausstellungsübersicht, Führungen und mehr: eine wöchentliche Inspiration für Ihren Besuch in den Kölner Museen.

 
Besondere Programme

Führungen und Workshops, Wissen und Kreativität: Programme des Museumsdienstes für alle Interessen.

 
Führungen & Akademieprogramm
Programm für Kinder & Familien. Mit Ferienprogramm
Kreative Kurse und Workshops für Jugendliche und Erwachsene
KölnTag. Einmal im Monat als Kölner kostenlos in die Sammlungen.
 
Buchbare Angebote

für Privatgruppen, Firmen, Reiseveranstalter oder Schulklassen.

 
Führungen für
Gruppen
Angebote für Schulklassen & Lehrkräfte
Kindergeburtstag im Museum