Aktuelle Ausstellungen

IM SPIELRAUSCH: Von Königinnen, Pixelmonstern und Drachentötern

Museum für Angewandte Kunst Köln. 19. August 2017 — 4. Februar 2018

Die Ausstellung präsentiert die kulturelle Verortung von Spielen, ihre Funktion ebenso wie ihre historische Entwicklung anhand real erfahrbarer Exponate wie Masken, Puppen, Spielfiguren, Spielfeldern, Screenshots, Trailern, Requisiten oder Textbücher. Durch die Gegenüberstellung in sechs thematisch unterschiedlichen Levels, entsteht ein Spannungsfeld innerhalb der verschiedenen Spielwelten.

Das Reliquiendiptychon aus der Sammlung Spitzer. Eine Neuerwerbung mit Geschichte

Museum Schnütgen. 18. Juli — 17. September 2017

Eine einzigartige Neuerwerbung gelang dem Museum Schnütgen mit einem seltenen Werk der französischen Goldschmiedekunst aus dem 14. Jahrhundert. Es handelt sich um ein Reliquiar in Form eines Diptychons, das wie ein Buch aufgeklappt werden kann. Schon seine künstlerische Qualität, die kostbaren Materialien sowie die Herkunft aus dem Besitz eines schillernden Kunsthändlers des 19. Jahrhunderts machen das Objekt zu einem kunsthistorisch wie kulturgeschichtlich einmaligen Zeugnis

"Rassendiagnose: Zigeuner": Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung

NS-Dokumentationszentrum. 7. Juli — 8. Oktober 2017

Inhaltlicher Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma, von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Der menschenverachtenden Perspektive der Täter werden Zeugnisse der Opfer gegenübergestellt. Behandelt wird auch die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden.

Carolin Eidner

A Creature of Doubt and Delay

artothek - Raum für junge Kunst. 6. Juli — 26. August 2017

Carolin Eidner zeigt unter dem Titel „A Creature of Doubt and Delay“ in der artothek eine Kompilation von digitalen Zeichnungen, Objekten und raumformenden Eingriffen.

Konrad der Große - Die Adenauer-Zeit in Köln 1917-1933

Kölnisches Stadtmuseum. 1. Juli — 19. November 2017

Diese Ausstellung zeigt das Museum anlässlich des 100. Jahrestages der Einsetzung Konrad Adenauers als Kölner Oberbürgermeister. In dieser Funktion prägte Konrad Adenauer von 1917 bis zu seiner Absetzung durch die Nationalsozialisten 1933 Köln nachhaltig in Sachen Architektur, Wirtschaft und Kultur. Die Ausstellung konzentriert sich dabei nicht nur auf die Person Konrad Adenauers, sondern gibt einen Einblick in das Leben in der Metropole am Rhein in der damaligen Zeit.

Kunst ins Leben! Der Sammler Wolfgang Hahn und die 60er Jahre

Museum Ludwig. 24. Juni — 24. September 2017

Wolfgang Hahn war Chefrestaurator am Wallraf-Richartz-Museum in Köln. Diese Perspektive prägte seinen Blick auf die zeitgenössische Kunst. Hahn interessierte neben dem Kunstwerk auch der künstlerische Prozess. Zugleich begegnete er der zeitgenössischen Kunst mit einem historischen Bewusstsein. Als Zeuge von Aktionen und Happenings protokollierte er das Gesehene und sammelte Publikationen und Dokumente.

1917 - In Erinnerung an Luise Straus-Ernst

Die Rekonstruktion ihrer Kriegsausstellung im Wallraf – Mit einer Reflektion von Louisa Clement

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 23. Juni — 10. September 2017

Sie war eine der ersten promovierten Kunsthistorikerinnen in Deutschland, leitete das Wallraf-Richartz-Museum im ersten Weltkrieg, mischte als Dadaistin die etablierte Kölner Kunstszene auf, war elf Jahre vor den Nazis auf der Flucht, die sie 1944 in Ausschwitz ermordeten – und doch ist Luise Straus Ernst, diese starke Frau mit dem bewegten Leben, vielen nur als die erste Ehefrau von Max Ernst bekannt. Dieser ungleichen Wahrnehmung setzt das Wallraf eine Ausstellung entgegen.

Gustav Seitz: Ein Denkmal für Käthe Kollwitz

– parallel dazu: Portraits und Selbstportraits aus der Kölner Kollwitz Sammlung

Käthe Kollwitz Museum. 13. Juni — 17. September 2017

Zum 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz lenkt das Museum die Aufmerksamkeit auf das bedeutendste Ehrenmal für seine Künstlerin: Das Kollwitz-Denkmal von Gustav Seitz, 1961 auf dem Berliner Kollwitz-Platz am Prenzlauer Berg aufgestellt. Anhand von Zeichnungen, Modellen und Werkstatt-Photographien lässt sich die spannende Entwicklung des Denkmals nachvollziehen. Begleitend zur Schau stehen Portraits und Selbstportraits im Fokus der Sammlungspräsentation.

HIER UND JETZT im Museum Ludwig: Reena Spaulings. HER AND NO

Museum Ludwig. 3. Juni — 27. August 2017

Die aus mehreren Personen bestehende Protagonistin Reena Spaulings ist seit 2004 unter anderem als Künstlerin, Galeristin und Romanfigur in Erscheinung getreten. Die Rollen, in denen sie agiert, greifen ineinander. Mit dieser Strategie unterläuft sie die klassische Arbeitsteilung des Kunstsystems und verwischt die gängigen Hierarchien. Im künstlerischen Fokus Spaulings’ steht jedoch dezidiert die Malerei, die sie durch Performances erweitert und durch Kollaborationen öffnet.

Heiter bis wolkig. Naturschauspiele in der niederländischen Malerei

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 1. Juni 2017 — 5. Februar 2018

Unter dem Motto „heiter bis wolkig“ zeigt das Kölner Haus zwanzig „Himmelsbilder“ von Meistern wie Cuyp, van der Neer, Ruisdael oder Goyen. Im späten 16. Jahrhundert begannen die niederländischen Maler damit, den Himmel nicht mehr nur als Hintergrundkulisse zu nutzen, sondern verwandelten ihn in eine große Bühne, die bis zu 80 Prozent der Leinwand einnahm. Auf ihr ließen sie dann spektakuläre Naturschauspiele stattfinden.

Wolfgang-Hahn-Preis 2017. Trischa Donnelly

Museum Ludwig. 25. April — 31. August 2017

2017 zeichnet die Gesellschaft für Moderne Kunst Trisha Donnelly mit dem Wolfgang-Hahn-Preis aus. Die Jury ehrt damit die 1974 in San Francisco geborene Künstlerin für ihr zukunftsweisendes OEuvre. Donnelly lotet in Video, Zeichnung, Skulptur, Soundinstallation und Performances immer wieder aus, was Kunstwerke heute überhaupt ausmacht.

Hilliges Köln 2.0 – Toleranz im Update

Historisches Archiv der Stadt Köln. 6. April — 12. November 2017

Köln feiert sich gerne als in besonderem Maße weltoffen und tolerant. Bis heute ist Köln allerdings im Selbstverständnis vieler eine vor allem katholische Stadt. Diese Selbstwahrnehmung weist den Nicht-Katholiken zwar einen geduldeten, aber doch einen minderen Status zu. Der Fokus der Ausstellung liegt auf den unterschiedlichen Religionen in ihrem alltäglichen Zusammenleben. Das Archiv untersucht die historische Entwicklung religiöser Toleranz anhand von Einzelbeispielen.

Vorzeitgeschichte(n) – Köln in schriftlosen Zeiten

Römisch-Germanisches Museum. 4. April — 30. November 2017

Vor mehr als 10 000 Jahren endet die letzte Eiszeit und eine Warmzeit beginnt (Holozän). Dieser Klimawandel forderte von den Menschen damals ein radikales Umdenken. Den damit verbundenen kulturellen Wandel können Archäologen heute an den materiellen Spuren der damaligen Menschen ablesen, auch hier in Köln. In seiner neuen Foyer-Ausstellung zeigt das Römisch-Germanische Museum eine Auswahl größtenteils noch nie gezeigter Funde der eigenen Sammlung zur Kölner Vorzeit.