Aktuelle Ausstellungen

"Russenlager" und Zwangsarbeit

Bilder und Erinnerungen sowjetischer Kriegsgefangener

NS-Dokumentationszentrum. 5. Mai — 25. Juni 2017

Millionen sowjetischer Kriegsgefangener waren seit Sommer 1941 bis Kriegsende im Deutschen Reich in Lagern interniert. Sie galten als „Untermenschen“, wurden besonders schlecht versorgt und mussten oftmals körperlich schwere Zwangsarbeit leisten. Viele von ihnen starben. Die Ausstellung erzählt vom Schicksal jener sowjetischen Kriegsgefangenen, die überlebten und von denen viele in der Heimat als „Verräter“ oder „Feiglinge“ verunglimpft u. zum Teil in Lager verschleppt wurden

Gerrit Frohne-Brinkmann

WE HAVE A T-REX

artothek - Raum für junge Kunst. 28. April — 24. Juni 2017

Im vergangenen Jahr erhielt Gerrit Frohne-Brinkmann den ART COLOGNE Award for NEW POSITIONS, ermöglicht durch die Deutsche Telekom. In der mit dem Preis verbundenen Ausstellung realisiert er nun eine neue Arbeit in der artothek – Raum für junge Kunst. Für seine Ausstellung „WE HAVE A T-REX“ – ein Zitat aus dem Blockbuster „Jurassic Park“ – in der artothek folgt er auch dieses Mal wieder der Ambivalenz zwischen Schein und Sein.

Wolfgang-Hahn-Preis 2017. Trischa Donnelly

Museum Ludwig. 25. April — 30. Juli 2017

2017 zeichnet die Gesellschaft für Moderne Kunst Trisha Donnelly mit dem Wolfgang-Hahn-Preis aus. Die Jury ehrt damit die 1974 in San Francisco geborene Künstlerin für ihr zukunftsweisendes OEuvre. Donnelly lotet in Video, Zeichnung, Skulptur, Soundinstallation und Performances immer wieder aus, was Kunstwerke heute überhaupt ausmacht.

Paris erwacht! Hittorffs Erfindung der Place de la Concorde

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 7. April — 9. Juli 2017

Der Platz sah das Wüten der französischen Revolution, überstand die Wirren zweier Weltkriege, erlebte Massenjubel, Volkstrauer, Staatsfeierlichkeiten und steht damit wie kein zweiter öffentlicher Ort für die bewegte Geschichte einer ganzen Nation: Die Rede ist von der Place de la Concorde. Doch nur wenige wissen, dass es ein junger deutscher Architekt war, der diesen Platz Anfang des 19. Jahrhunderts in ein urbanes Juwel verwandelte. Sein Name war Jakob Ignaz Hittorff.

Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer

NS-Dokumentationszentrum. 7. April — 25. Juni 2017

Zwischen 1941 und 1944 erschossen Angehörige der SS, der Wehrmacht und deutsche Polizeieinheiten zusammen mit einheimischen Helfern in der Sowjetunion über zwei Millionen Juden, etwa 30.000 Roma und 17.000 Patienten psychiatrischer Anstalten oder töteten sie in sogenannten Gaswagen. Anhand historischer Dokumente und Fotografien beschreibt die Ausstellung die Entwicklung des Massenmords und die Aufarbeitung dieser Verbrechen nach 1945.

Hilliges Köln 2.0 – Toleranz im Update

Historisches Archiv der Stadt Köln. 6. April — 12. November 2017

Köln feiert sich gerne als in besonderem Maße weltoffen und tolerant. Bis heute ist Köln allerdings im Selbstverständnis vieler eine vor allem katholische Stadt. Diese Selbstwahrnehmung weist den Nicht-Katholiken zwar einen geduldeten, aber doch einen minderen Status zu. Der Fokus der Ausstellung liegt auf den unterschiedlichen Religionen in ihrem alltäglichen Zusammenleben. Das Archiv untersucht die historische Entwicklung religiöser Toleranz anhand von Einzelbeispielen.

Vorzeitgeschichte(n) – Köln in schriftlosen Zeiten

Römisch-Germanisches Museum. 4. April — 30. November 2017

Vor mehr als 10 000 Jahren endet die letzte Eiszeit und eine Warmzeit beginnt (Holozän). Dieser Klimawandel forderte von den Menschen damals ein radikales Umdenken. Den damit verbundenen kulturellen Wandel können Archäologen heute an den materiellen Spuren der damaligen Menschen ablesen, auch hier in Köln. In seiner neuen Foyer-Ausstellung zeigt das Römisch-Germanische Museum eine Auswahl größtenteils noch nie gezeigter Funde der eigenen Sammlung zur Kölner Vorzeit.

Die Kunst der Pause. Transparenz und Wiederholung

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 24. März — 11. Juni 2017

Butterbrotpapier und einen dünnen Bleistift - mehr braucht es nicht, um ein interessantes Motiv abzupausen. Die älteste Kopiertechnik der Menschheit gehört in der zeichnerischen Praxis wohl auch wegen seiner Alltäglichkeit zu den künstlerischen Randerscheinungen. Gerade deshalb widmet das Wallraf dem Thema eine Sonderausstellung. Damit rückt das Haus das fragile Medium in den Mittelpunkt des Interesses. Anhand von mehr als 20 Exponaten wird die Historie der Pause ergründet.

Henri Cartier-Bresson und Heinz Held

Menschen mit Bildern

Museum Ludwig. 24. März — 20. August 2017

Das Museum Ludwig verwahrt eine hochkarätige Sammlung an Fotografien von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart; sie umfasst etwa 70.000 Werke. In einem eigens eingerichteten Fotoraum innerhalb der ständigen Sammlung wird das Museum Ludwig ab dem 24. März die Sammlung Fotografie in Ausschnitten und fortlaufend sichtbar machen. Henri Cartier-Bresson und Heinz Held. Menschen mit Bildern lautet der Titel der ersten Präsentation.

AUFSTAND!

Renaissance, Reformation und Revolte im Werk von Käthe Kollwitz

Käthe Kollwitz Museum. 10. März — 5. Juni 2017

Als Höhepunkt im Jubiläumsjahr KOLLWITZ 2017 | 150. GEBURTSTAG steht ein Schlüsselwerk der Künstlerin im Zentrum einer umfassenden Ausstellung: Ihr Zyklus »Bauernkrieg« dokumentiert in mehrfacher Hinsicht den Aufbruch in eine neue Zeit. Die sieben Blätter der Druckfolge vergegenwärtigen nicht nur den Aufstand erniedrigter Bauern von 1524/25, sondern verbildlichen auch die künstlerische Revolte der späten Neuzeit – den Bruch der Moderne mit der akademischen Tradition.

FULL House: Design by Stefan Diez

Museum für Angewandte Kunst Köln. 17. Januar — 11. Juni 2017

Parallel zur imm cologne und den PASSAGEN 2017 eröffnet das Museum „FULL HOUSE: Design by Stefan Diez“ – die erste umfassende Werkschau eines der bedeutendsten deutschen Designer der jüngeren Generation. Anhand seines vielfältigen Werkes zeichnet die Ausstellung ein eindrucksvolles Bild vom Status Quo des Designs, indem sie aktuelle Herausforderungen thematisiert und zeigt, wie unter engen produktionstechnischen und finanziellen Vorgaben scheinbar Unmögliches möglich wird.