Kooperationsprojekt NS-Dokumentationszentrum Köln/Akademie Vogelsang IP

Eine stolze, ausladende Anlage, gelegen in der Eifel und ein eher unauffälliges Haus in der Kölner Innenstadt – zwei Orte, ein Thema: Spuren der NS-Vergangenheit Deutschlands.

In enger Kooperation haben die pädagogischen Teams des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln und der Akademie Vogelsang IP ein zweitägiges Programm für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II entwickelt. Es eröffnet Jugendlichen Einblick in vielfältige Facetten der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Historische Orte und ihre Geschichte(n), frühere sowie gegenwärtige Gedenk- und Erinnerungspraktiken werden erforscht, befragt und thematisch verflochten.

Eingebunden in die Exkursionstage werden zudem aktuelle Erscheinungsformen von Rechtsextremismus und Rassismus und gelebter Geschichtspolitik vom „rechten Rand“. Die Frage des Alltagsgebrauchs von Geschichte ist damit ebenso Thema wie der etwaige „Missbrauch“ der Geschichtsdeutungen im Sinne einer demokratiefeindlichen Stimmungsmache.

Perspektiven wechseln und Position beziehen – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an diesem neuen Bildungsangebot!

 

Modul Akademie Vogelsang IP

+49 (o)2444 9157911 
oder 
buchung@vogelsang-ip.de

Infos finden Sie auch auf der website www.vogelsang-ip.de

 

 

Modul-Angebote NS-Dokumentationszentrum:

 

NS-Dokumentationszentrum

2 Orte, 1 Thema: Jugend zwischen Alltag und Elitebildung. Ausgrenzung und Dabei sein – Damals und Heute

Kooperationsprojekt NS-Dokumentationszentrum Köln/Akademie Vogelsang IP

Sekundarstufe I

Zunächst wird im historischen Teil der Blick auf die Alltagsgeschichte einer Großstadt im Nationalsozialismus gerichtet – als Kontrast und Ergänzung zum Ort der Elitebildung in Vogelsang. Im Rahmen einer Führung in der Dauerausstellung und in der Gedenkstätte Gestapo-Gefängnis erfahren die Schülerinnen und Schüler die brutale Kehrseite der Rassenideologie, die sich in Vogelsang von ihrer verführerischen Seite zeigt. Im sogenannten Geschichtslabor werden in einem Prozess des selbstforschenden Lernens Biographien von fünf Menschen entdeckt, anhand derer verschiedene Aspekte des Themas „Jugend im Nationalsozialismus“ verdeutlicht werden. Hier wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Mädchen gelegt als Ergänzung zu Vogelsang, wo sowohl in der Adolf-Hitler-Schule als auch bei der Junkerausbildung das NS-Männerbild im Mittelpunkt steht. Eine abschließende Gesprächsrunde bietet die Möglichkeit des Austauschs und der Diskussion. Während der gesamten Zeit wird die Gruppe durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museumsdienstes begleitet. Je nach Alter und Vorerfahrung können die Inhalte mit Texten vertieft werden.

Steht am Vormittag der Mechanismus Inklusion/Exklusion in seiner NS-Ausprägung im Mittelpunkt der Arbeit, so widmet sich der Nachmittagsblock unter dem Thema: „Wir und die anderen“ gegenwärtigen Aspekten des Themas. Über ein Spiel befassen sich Schülerinnen und Schüler mit Ausgrenzungsprozessen und analysieren diese auf Basis der gemachten Erfahrungen. In Kleingruppen schlagen die Teilnehmenden einen Bogen zu verschiedenen Formen von Rassismus und diskutieren schließlich verschiedene Möglichkeiten, Diskriminierung zu begegnen. Dabei geht es immer auch um die Frage, wo gegenwärtigen rassistischen Vorstellungen Ähnlichkeiten mit der Ideologie des Nationalsozialismus – wie sie sich beispielsweise in Vogelsang zeigt – aufweisen und wo es fundamentale Unterschiede zwischen gestern und heute liegen.

Dauer: 270 Minuten zzgl. Pausen | Gruppengröße: max. 32 (Klassenstärke) | Preis pauschal: € 120 | Eintritt frei | Sekundarstufe I

 
 

NS-Dokumentationszentrum

2 Orte, 1 Thema: Wem gehört die Erinnerung? Gedenken und Erinnern im gesellschaftlichen Diskurs

Kooperationsprojekt NS-Dokumentationszentrum Köln/Akademie Vogelsang IP

Sekundarstufe II

Sowohl der Ort Vogelsang als auch das EL-DE-Haus bieten als Überreste der NS-Vergangenheit vielfältiges Anschauungsmaterial zum Umgang mit dieser Vergangenheit von 1945 bis heute. In der Beschäftigung mit dieser Geschichte wird sehr anschaulich: Die Vergangenheit wird zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich interpretiert und vermittelt.

Im Mittelpunkt des Studientages in Köln stehen die Fragen: Wer erinnert wann an wen? Welche Erinnerungen werden in der Gesellschaft als allgemeine tradiert und welche bleiben ausgeklammert? Welche politischen Interessen stehen dahinter? Zunächst wird der Blick auf die NS-Zeit an Hand von Kölner Denkmälern aus den Jahren 1945 – 1981 dargestellt. Nach jahrelangem Verdrängen der Verantwortung für die NS-Verbrechen tritt Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre ein gesellschaftlicher Wandel ein, der sich direkt vor Ort an der Geschichte des EL-DE-Hauses nachvollziehen lässt. Im Anschluss werden in einer Exkursion verschiedene Denkmäler an die NS-Zeit besucht, die in der Zeit zwischen 1990 und 2009 entstanden sind.

Im zweiten Teil des Tages widmen wir uns der Gegenwart. In der Auseinandersetzung mit den Anschlägen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) Anfang der 200er-Jahre stellt sich ganz aktuell die Frage: Wie geht die deutsche Gesellschaft mit diesen Taten um? Wird daran erinnert – und wenn ja, wie an wen und von wem? Welche Rolle spielt dabei Rassismus in seinen verschiedenen Dimensionen? Die Beschäftigung mit diesen Fragen führt mitten hinein in die deutsche Gegenwartsgesellschaft von heute und zeigt, in welcher Verantwortung wir jetzt stehen.

Dauer: 270 Minuten zzgl. Pausen | Gruppengröße: max. 20 | Preis pauschal: € 120 | Eintritt frei | Sekundarstufe II

 
 
 

Information

Bitte buchen Sie den jeweiligen Exkursionstag bei der Buchungsstelle des jeweiligen Lernortes. So können wir eine für Sie passende Terminfindung bestmöglich gewährleisten.

Die Exkursionstage müssen nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt werden. Sie sollten jedoch innerhalb eines Schuljahres stattfinden. Die Reihenfolge der Orte können Sie selbst wählen.

 

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