Japan beginnt an der Ostsee

Jan Kollwitz – 30 Jahre japanische Keramik

Käthe Kollwitz Museum

7. – 17. Juni 2018

Jan Kollwitz zählt zu den herausragenden Keramikern unserer Zeit. Seit drei Jahrzehnten fertigt der Urenkel von Käthe Kollwitz im ostholsteinischen Klosterdorf Cismar auf traditionell japanische Weise Keramiken – abseits aller künstlerischen Moden und Zeitströmungen. Er gehört zu den Wenigen in Deutschland, die sich die Kunst des japanischen Holzofen-Brandes angeeignet haben und damit u.a. besondere Gefäße für die Teezeremonie herstellen. Im Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert der Künstler vom 7. – 17. Juni 2018 rund 80 Einzelstücke, von zarten Schalen für die Teezeremonie bis hin zu kraftvollen Bodenvasen.

Sein Renommee in Fachkreisen belegen zahlreiche Veröffentlichungen über ihn und seine Werke. Aber auch Laien und Freunde japanischer Kultur schätzen seine ausdrucksstarken Arbeiten. Spätestens seit der Veröffentlichung des Romans »Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln« von Christoph Peters ist Jan Kollwitz darüber hinaus einem breiten Publikum bekannt.

Nach seiner Ausbildung bei Horst Kerstan in Kandern war Jan Kollwitz zwei Jahre lang Schüler Yukata Nakamuras in Echizen/Japan. Aus einer Begegnung mit dem Teekeramiker Yamada Kazu erwuchs eine enge Freundschaft, die es ermöglichte, 1988 den berühmten japanischen Ofensetzer Watanabe Tatsuo für den Bau eines Anagama-Ofens in Cismar zu gewinnen.

Die Brennweise des Ofens in Cismar beruht auf den Erfahrungen, die japanische Keramiker bei der Herstellung künstlerischer Gefäße, speziell für die Tee-Zeremonie, über Jahrhunderte gesammelt haben. Die Keramiken werden nicht glasiert. Farben und Glanz entstehen während des vier Tage dauernden Brandes im originalen Anagama-Holzbrennofen. Die Flugasche verschmilzt dabei auf den Gefäßen zu einer natürlichen Glasur. Rauch, Flammen und Glutkohle hinterlassen graue, rote und tiefblaue Färbungen. Zarte Schalen für Ikebana stehen neben kraftvollen, asymmetrischen Gefäßen und Bodenvasen der Echizen-Tradition.

Jan Kollwitz wird während der gesamten Ausstellungsdauer im Museum anwesend sein und interessierten Besuchern im persönlichen Gespräch Einblick in seine Arbeitsweise geben und bei Fragen zu seinen Werken Rede und Antwort stehen.

Die Ausstellung wird von einem reizvollen Rahmenprogramm begleitet: u.a. mit Führungen und einem Vortrag von Jan Kollwitz sowie mit einer Autorenlesung aus Christoph Peters Bestseller-Roman »Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln« mit anschließender Teezeremonie.

Weitere Informationen auf www.kollwitz.de sowie auf www.jankollwitz.de

Adresse

Neumarkt 18-24 / Neumarkt Passage
50667 Köln
T +49 221 227 2899/-2602
F +49 221 227 3762
museum@kollwitz.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 10 - 18 Uhr
Samstag, SonntagFeiertage 11 - 18 Uhr


geschlossen an Karneval (8. – 13. Februar)

 

Eintritt

Eintritt 5,00 € 
ermäßigt 2,00 €
Jahreskarte 16,00 €

Öffentliche Führungen
Sonn- und Feiertag 15 Uhr
Donnerstag 17 Uhr
nur Eintritt, kein Führungsentgelt

Individuelle Führungen
nach Vereinbarung
Erwachsenengruppen 50,00 €
Schulklassen 20,00 €
Führungen am Wochenende
und an Feiertagen: zzgl. 10,00 €
Führungen in Fremdsprachen:
GB/F/E/NL: zzgl. 10,00 €

Barrierefreiheit

Das Museum ist für Personen mit körperlichen Behinderungen und Rollstuhlfahrer zugänglich.

Museumsshop

Verkauf von Publikationen, Filmen, Postkarten und Plakaten an der Kasse oder online über www.kollwitz.de 

Anfahrt & Verkehrsanbindung

Öffentliche Verkehrsmittel 
Bus, Straßenbahn, U-Bahn: "Neumarkt"
Parkhäuser
Kreissparkasse Köln, Einfahrt Richmodstraße (außer Sonntag)