KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation

Kölnisches Stadtmuseum

20. Oktober 2018 bis 31. März 2019

Vor 50 Jahren: Die Ereignisse, die heute unter der Chiffre „68“ zusammengefasst werden, markieren in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einen bedeutsamen Einschnitt. Mit Protesten gegen die starren Verhältnisse fordern junge Menschen – in Deutschland, aber auch in Frankreich, den USA oder Italien – die bürgerliche Demokratie heraus. Politik, Wohnen, Sprache, Kunst, Kultur, Sexualleben und Musik: All dies steht auf dem Prüfstand und wird nachhaltig beeinflusst.


Das Kölnische Stadtmuseum nimmt jetzt mit der Sonderausstellung „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation.“ erstmals die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in Köln rund um das Jahr 1968 in den Fokus. Die gemeinsam mit dem Historischen Institut der Universität zu Köln kuratierte große Jubiläumsschau begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Eindrucksvolle Originalobjekte, Filmausschnitte und Zeitzeugeninterviews erzählen von einer Zeit des Aufbruchs, von Konflikten, neuen Protestformen, sich wandelnden Moralvorstellungen, provokanter Kunst und Musik – und zeigen eine Stadt im Ringen mit sich selbst. Die Ausstellung ist vom 20. Oktober 2018 bis zum 24. Februar 2019 im Kölnischen Stadtmuseum zu sehen.


KÖLN 68!
„Berlin brennt, Köln pennt!“: So spotten Studierende aus anderen Universitätsstädten mit Blick auf Köln. Tatsächlich fallen die Proteste und Demonstrationen hier im Vergleich zu Städten wie Frankfurt, Hamburg oder Berlin weniger aufsehenerregend aus. Aber auch in Köln artikuliert man sich und seine Forderungen lautstark, auch hier kommt es zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht.


Protest
Tausende Flugblätter flattern 1968 aus den Druckerpressen der Kölner Studierenden. Hörsäle werden blockiert, Eier geworfen. Ein ganzes Semester lang wird gestreikt und so die konservativen Eliten durcheinandergebracht. Doch nicht nur die Studierendenschaft geht auf die Barrikaden. Ob beim Politischen Nachtgebet in der Antoniterkirche, im Republikanischen Club im Römerturm, in den Kunstgalerien oder in den Industriebetrieben, ob Schülerinnen und Schüler, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter oder Kunstschaffende – der Protest ist in der Stadtgesellschaft allgegenwärtig.


Pop
Mode und Musik prägen die Protestbewegung und geben ihr ihren eigenen unverwechselbaren Stil und Soundtrack. In Köln entsteht eine lebendige und bunte Subkultur. Jugendliche und Studierende tanzen in Bars und Clubs zu Beat- und Rockmusik. Die Kölner Band CAN revolutioniert die Musik und erlangt Berühmtheit weit über die Stadtgrenzen hinaus.


Provokation
Ihr Sprachrohr entdeckt die Kölner Protestbewegung auch in der Kunst. Ob XSCREEN, Heinrich Böll, Rolf Dieter Brinkmann, Wolf Vostell, Joseph Beuys oder Mary Bauermeister, ob der „Neumarkt der Künste“ oder die Ausstellung „Happening & Fluxus“: Die Kölner Kunstszene dieser Zeit ist in Bewegung und Aufruhr – und sie provoziert. Köln wird zu einem Epizentrum der neuen Kunstbewegung.


Begleitband und Sponsoren
Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Begleitband: Michaela Keim/Stefan Le-wejohann (Hrsg.): KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation. Mainz 2018, Nünnerich-Asmus Verlag, ISBN 3961760489. Begleitband und Ausstellung werden unterstützt von der Kölner Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln und den Freunden des Kölnischen Stadtmuseums e. V.


Begleitprogramm und Oral History-Projekt
Ein vielfältiges Begleitprogramm (mit Zeitzeugenführungen, Stadtexpeditionen, Filmabenden, Vorträgen und vielen anderen Formaten) ergänzt die Ausstellung. An der Universität zu Köln findet zudem parallel eine von Studierenden des Masterstudienganges Public-History organisierte Vortragsreihe „Mehr als 1968: die 1960er-Jahre in Köln“ statt.


Anlässlich der Sonderausstellung haben Studierende des Masterstudienganges Public-History zehn Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geführt. Die Ergebnisse sind in der Ausstellung zu sehen. Mehr Informationen dazu gibt es auf der von Studierenden erstellten Internetseite www.koeln68.de.

Führung

Köln 68! Protest. Pop. Provokation

„1968“ steht heute für vieles. Für Sit-ins, Straßenschlachten, Anti-Vietnamkriegsproteste, Kampf gegen alte Nazis, antiautoritäre Erziehung, lange Haare oder Aussteigerkommunen, vor allem aber: für Aufbruch und Umbruch.

In Kooperation mit dem Historischen Institut der Uni Köln nimmt das Kölnische Stadtmuseum die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in Köln rund um das Jahr 1968 in den Fokus. Mit eindrucksvollen Originalobjekten, Filmausschnitten, Zeitzeugeninterviews und interessanten Veranstaltungen begibt sich die Jubiläumsschau auf eine bewegende Zeitreise – und spürt der Frage nach: „Was ist von 68 in Politik, Kultur und Alltag geblieben?“

Für: Erwachsene | Sekundarstufe II |

Dauer: 60 Minuten | Gruppengröße: max. 25 | Preis pauschal: Erwachsene € 75 | ermäßigt € 50 | Schüler € 40 | Wochenende / Feiertag: zzgl. € 10 | Fremdsprache: zzgl. € 10 | Eintritt pro Person: Erwachsene € 5,00 | ermäßigt € 3,00 | Schüler: frei | Gruppen parallel möglich: 2

Führung

Zwischen Pop und Protest Die 68er im zeitgenössischen Diskurs

„1968“ steht heute für vieles. Für Sit-ins, Straßenschlachten, Anti-Vietnamkriegsproteste, Kampf gegen alte Nazis, antiautoritäre Erziehung, lange Haare oder Aussteigerkommunen, vor allem aber: für Aufbruch und Umbruch.

In Kooperation mit dem Historischen Institut der Uni Köln nimmt das Kölnische Stadtmuseum die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in Köln rund um das Jahr 1968 in den Fokus. Mit eindrucksvollen Originalobjekten, Filmausschnitten, Zeitzeugeninterviews und interessanten Veranstaltungen begibt sich die Jubiläumsschau auf eine bewegende Zeitreise – und spürt der Frage nach: „Was ist von 68 in Politik, Kultur und Alltag geblieben?“

Für: Sekundarstufe II |

Dauer: 90 Minuten | Gruppengröße: max. 25 | Preis pauschal: Erwachsene € 112,50 | ermäßigt € 75 | Schüler € 60 | Wochenende / Feiertag: zzgl. € 15 | Fremdsprache: zzgl. € 15 | Eintritt pro Person: Erwachsene € 5,00 | ermäßigt € 3,00 | Schüler: frei | Gruppen parallel möglich: 2

Fremdgruppe

Köln 68! Protest. Pop. Provokation

Auch wenn Sie keine Führung durch den Museumsdienst Köln buchen möchten, müssen alle Gruppen angemeldet werden. Sie sollten Ihre Gruppe hier online anmelden. Sie erhalten daraufhin eine Bestätigung per Mail.

Eintrittskarten kaufen Sie an der Kasse des Museums. Dort erhalten Sie genau die Anzahl der Tickets, die am Besuchstag benötigt wird. Schulklassen sind von der Pauschale befreit.

Die zu zahlende Gruppenpauschale beträgt € 25.

Bitte beachten Sie, daß die Anmeldung Ihrer Gruppe notwendig ist, um Ihnen und den anderen Besuchern einen reibungslosen und genußvollen Ausstellungsbesuch zu ermöglichen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Für: Erwachsene |

Veranstaltungen

Sa. 23.03.
19:00 Uhr

Event | Kölnisches Stadtmuseum

Ein Abend mit Klaus dem Geiger

Für: Alle | Von: Kölnisches Stadtmuseum 20.10.2018 - 31.03.2019

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Öffentliche Führungen

Di. 19.03.
18:00 Uhr

Köln 68! Abendführung in der Sonderausstellung

Für: Erwachsene | Von: Museumsdienst Köln | Reihe: AbendsImMuseum | Treffpunkt: Kasse | Preis: € 2,00 | zzgl. Eintritt | Rahmenprogramm zu: „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation“, 20.10.2018 - 31.03.2019

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Sa. 23.03.
14:30 Uhr

Arbeitskreisführung durch „KÖLN 68!“

Für: Erwachsene | Von: Arbeitskreis des Kölnischen Stadtmuseums | Rahmenprogramm zu: „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation“, 20.10.2018 - 31.03.2019

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So. 24.03.
11:15 Uhr

Arbeitskreisführung durch „KÖLN 68!“

Für: Erwachsene | Von: Arbeitskreis des Kölnischen Stadtmuseums | Rahmenprogramm zu: „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation“, 20.10.2018 - 31.03.2019

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So. 24.03.
14:00 Uhr

Speedführung des studentischen Infoteams durch „KÖLN 68!“

Für: Alle | Von: Kölnisches Stadtmuseum | Rahmenprogramm zu: „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation“, 20.10.2018 - 31.03.2019

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Di. 26.03.
18:30 Uhr

Kuratorenführung „KÖLN 68!“ mit Stefan Lewejohann

Für: Alle | Von: Kölnisches Stadtmuseum | Rahmenprogramm zu: „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation“, 20.10.2018 - 31.03.2019

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Fr. 29.03.
19:00 Uhr

WISSENSDURSTIG „KÖLN 68!“. Führung, 68er-Hits zum Mitsingen + zeitgenössische Drinks mit Kurator Stefan Lewejohann und Sascha Pries

Für: Erwachsene | Von: Kölnisches Stadtmuseum | Rahmenprogramm zu: „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation“, 20.10.2018 - 31.03.2019

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Sa. 30.03.
14:30 Uhr

Arbeitskreisführung durch „KÖLN 68!“

Für: Erwachsene | Von: Arbeitskreis des Kölnischen Stadtmuseums | Rahmenprogramm zu: „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation“, 20.10.2018 - 31.03.2019

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So. 31.03.
11:15 Uhr

Arbeitskreisführung durch „KÖLN 68!“

Für: Erwachsene | Von: Arbeitskreis des Kölnischen Stadtmuseums | Rahmenprogramm zu: „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation“, 20.10.2018 - 31.03.2019

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So. 31.03.
13:00 Uhr

Speedführung des studentischen Infoteams durch „KÖLN 68!“

Für: Alle | Von: Kölnisches Stadtmuseum | Rahmenprogramm zu: „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation“, 20.10.2018 - 31.03.2019

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Adresse

Zeughausstraße 1-3
50667 Köln
T 0221 - 221-22398 (außerhalb der Öffnungszeiten 0221 - 221 25789)
F 0221 - 221 24154
ksm@museenkoeln.de

Öffnungszeiten

Dienstag 10 - 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag 10 - 17 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat 10 - 22 Uhr
Montag geschlossen

an Feiertagen (auch montags!) geöffnet wie sonntags:
Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit (3. Okt.), Allerheiligen, 2. Weihnachtstag.

montags geschlossen
sowie an Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr.

Vom 1. April bis 3. Mai ist das Haus komplett geschlossen!

Die Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums bleibt geschlossen. In den Sonderausstellungsräumen werden weiterhin Ausstellungen präsentiert.

2020 wird die Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums im ehemaligen Kaufhaus Sauer in der Minoritenstraße wieder eröffnet.

Eintritt

Sonderausstellungen (Alte Wache)
Eintritt € 5,00, ermäßigt € 3,00 (Studierende usw.)
Schüler und Schülerinnen zahlen den ermäßigten Eintritt.
Freier Eintritt in die Sonderausstellungen: KölnPass-Inhaber und -Inhaberinnen, Kinder bis 6 Jahre

1. Donnerstag im Monat (ausgenommen Feiertage): freier Eintritt für alle Kölnerinnen und Kölner mit Wohnsitz in Köln.
Freien Eintritt haben Begleiterinnen und Begleiter von Menschen mit Behinderungen, deren Schwerbehindertenausweis den Buchstaben „B" ausweist
Kooperation zwischen Kölnischem Stadtmuseum, StadtMuseum Bonn und Stadtmuseum Düsseldorf
Besucherinnen und Besucher eines dieser drei Museen haben mit ihrer Eintrittskarte freien Eintritt in die beiden anderen Museen, wenn sie diese innerhalb von vier Wochen besuchen. Diese Regelung gilt auch für Sonderausstellungen.

Audioguides

Im Eintrittspreis inbegriffen 
verfügbar in Deutsch, Deutsch für Kinder, Kölsch, Englisch und Französisch. Neu im Programm: BLICKWINKEL – Geschichte & Geschichten, nicht nur für Imis. Auch kostenlos herunterzuladen unter: www.pausanio.de.

Barrierefreiheit

Behindertentoilette vorhanden. Aufzug vorhanden. EG und 1. Etage für Rollstuhlfahrer befahrbar. Zwei Behindertenparkplätze sind vor dem Museum markiert.

Museumsshop

Vertrieb von Publikationen, Spielen und Geschenkartikeln an der Kasse des Museums.

Anfahrt & Verkehrsanbindung

Öffentliche Verkehrsmittel 
Bahn, S-Bahn (vom Flughafen): "Hauptbahnhof" (10 Minuten Fußweg)
U-Bahn: "Appellhofplatz/Zeughaus"
Parkhäuser 
Am Dom / DuMont-Carré / Börsenplatz