Prunkglasvitrinen im Römisch-Germanischen Museum; im Hintergrund der Kölner Dom. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Axel Thünker, DGPh
Das Römisch-Germanische Museum vom Roncalliplatz aus. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Grabmonument des Römers Poblicius; um 40 n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Das Poblicius-Grabmal im Römisch-Germanischen Museum; im Hintergrund Teile der Dauerausstellung. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Axel Thünker, DGPh
Das Dionysos-Mosaik im Römisch-Germanischen Museum; im Hintergrund Teile der Dauerausstellung. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Axel Thünker, DGPh
Der Weingott Dionysos stützt sich trunken auf seinen Begleiter – Detailaufnahme des zentralen Mosaikmotives; 220/230 n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Teile der Dauerausstellung im Obergeschoss des Römisch-Germanischen Museums. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Axel Thünker, DGPh
Das Diatretglas. Der in griechischer Sprache verfasste Spruch „Trinke und lebe gut immerdar“, der gelbe Kragen und das grüne Netz sind aus der Glasmasse geschliffen; 1. Hälfte 4. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Zierscheibe eines Halsschmuck aus Gold und Almandinen; Sammlung Diergardt. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Rheinisches Bildarchiv Köln
Zwei Pokale aus grünem Glas mit Schlangenfadendekor; 3. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Mario Carrieri
Zweihenkelflasche mit Schlangenfadendekor; 3. Jh. n. Chr. Foto: Römisch-Germanisches Museum / Mario Carrieri
 

Römisch-Germanisches Museum

Das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln zeigt das archäologische Erbe der Stadt und ihres Umlands von der Altsteinzeit bis ins frühe Mittelalter. Zu den einzigartigen Sammlungsbeständen des Museums zählen reiche Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit, hochkarätige Goldschmiedearbeiten aus der Zeit der Völkerwanderung, Kunst und Kultur der römischen und frühmittelalterlichen Stadt und Region. Zu den kostbarsten Schätzen zählt die weltweit größte Sammlung römischer Glasgefäße.

Das Museum wurde 1974 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kölner Dom eröffnet. Es steht über den Grundmauern einer römischen Stadtvilla mit dem weltberühmten Dionysosmosaik (um 220/230 n. Chr.), das einst den Fußboden eines vornehmen Speisesaals schmückte. Besucher können das Mosaik von der Domplatte durch das große Panoramafenster sehen. Auch den monumentalen rekonstruierten Grabbau des römischen Legionsveteranen Lucius Poblicius (um 40 n. Chr.) kann man von dort bewundern.

Das Römisch-Germanische Museum nimmt die Aufgaben als Untere Denkmalbehörde und Fachamt für die Archäologische Bodendenkmalpflege gemäß Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen hoheitlich wahr. Alljährlich werden mehrere Dutzend Rettungsgrabungen und Prospektionen im gesamten Stadtgebiet durchgeführt. Die Ausgrabungen widmen sich allen Phasen der Kultur- und Stadtgeschichte: der Hinterlassenschaft der frühen Menschheitsgeschichte, stein- und metallzeitlichen Kulturen, der römischen und mittelalterlichen Stadt, aber auch den Bodenfunden unserer jüngeren Vergangenheit.

Darüber hinaus betreut das Römisch-Germanische Museum mehr als einhundert ortsfeste Bodendenkmäler im Stadtgebiet, darunter die erhaltenen Teile der römischen Stadtmauer, die Ausgrabungen unter St. Severin, den römischen Schlammfang in der Berrenrather Straße und die römische Grabkammer in Köln-Weiden.

 

Öffentliche Führungen

Di. 28.02.
15:30 Uhr

Zerbrechlicher Luxus. Köln - ein Zentrum antiker Glaskunst

Für: Erwachsene | Von: Museumsdienst Köln | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos

Do. 02.03.
16:00 Uhr

Zerbrechlicher Luxus - Führung durch die Sonderausstellung

Für: Erwachsene | Von: Römisch-Germanisches Museum | Mit: Dr. Friederike Naumann-Steckner | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos

So. 05.03.
11:30 Uhr

Haarige Angelegenheiten - Frisuren und Selbstdarstellung

Für: Erwachsene | Von: Museumsdienst Köln | Mit: Gisela Michel M. A. | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos

Veranstaltungen

Sa. 04.03.
14:00 - 16:00 Uhr

Kurs: Strahlend schön

Ohrringe, Halsketten, Armreifen und Fingerringe aus Gold und Silber - Römerinnen waren begeistert von schönem Schmuck. Edelsteine wie Saphire, Smaragde oder Lapislazuli machten sie noch kostbarer. Römische Männer trugen meist nur Siegelringe. Amulette sollten Kinder und Erwachsene vor Krankheiten und Gefahr schützen. Mit Glasperlen, Draht und goldglänzender Folie gestaltet ihr eigene Schmuckstücke, die fast so kostbar aussehen wie die Originale im Museum.

Mit freundlicher Unterstützung durch Kiwanis Club Köln

Technik: Schmuck herstellen

Für: Kinder ab 8 Jahren | Von: Museumsdienst Köln | Mit: Gisela Michel M. A. | Reihe: MuseumKinderZeit | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos | Anmeldung bis 28. Februar 2017

Kurs buchen
Do. 16.03.
15:30 - 17:30 Uhr

Fortbildung: Das römische Köln - nicht nur im Museum

Das Römisch-Germanische Museum macht mit seinen spannenden Objekten die Zeit der Römer erfahrbar. Doch die Römer haben nicht nur Inschriften, Gläser und Keramikgefäße hinterlassen, sondern die Reste einiger großer Bauten stehen bis heute an Ort und Stelle. Das größte Bauwerk ist die römische Stadtmauer, ursprünglich über 4 Kilometer lang. Heute ist sie vor allem an der Nordseite der römischen Stadt (vom Dom bis zum Römerturm) über längere Strecken sichtbar.

Die Mauer verrät einiges über den Charakter einer römischen Stadt, über Bautechniken und das Fortleben antiker Bausubstanz in den nachfolgenden Jahrhunderten. Vor allem in Hinblick auf die geplante Schließung des Römisch-Germanischen Museums bietet sie vielfältige Möglichkeiten, sich dem Thema Römer in Köln zu nähern. 

Fach: Gesch, Lat
Stufe: P, S I, II

Für: Lehrkräfte | Von: Museumsdienst Köln | Mit: Dr. Kathrin Jaschke (Museumsdienst Köln), Birgit Kloppenburg, Stefan Kleuver (Museumsschule) | Reihe: MultiplikatorenProgramm | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos | Anmeldung bis 11. März 2017

Fortbildung buchen

Buchbare Angebote

Führung: Culinaria Romana - Tischkultur und Tafelfreuden bei den Römern

Die römische Küche war einfach bis luxuriös, die Speisenfolge umfasste bei großen Festlichkeiten gut und gern über 10 Gänge, deren Rezepte noch original im Kochbuch des Apicius überliefert sind. Lebensmittel und Gewürze kamen aus der Region, manche auch über den Fernhandel aus Südeuropa, Vorderasien oder Arabien. Gepolsterte Speisesofas und edles Tafelgeschirr sorgten für stilvolles Essen. Den Trinkgenuss edler Spitzenweine erhöhten kostbare Gefäße aus Bergkristall, Glas oder Metall.

Das geeignete Ambiente für Gastgeber und Gäste war ein Speisesaal mit einem prächtigen Mosaikboden wie beispielsweise in der Stadtvilla mit dem Dionysosmosaik. Seine Bilddekoration macht deutlich, dass zu einem Gastmahl neben den Delikatessen auch Musik und Tanzdarbietungen gehörten.

Schwerpunkte der Führung bilden Reliefs mit Darstellungen von Mahlszenen, kostbare Gläser (Diatretglas, Schlangenfadengläser), dekorierte Metall- und Keramikgefäße (Becher mit Trinksprüchen), farbenprächtige Mosaike (Dionysosmosaik).

Für: Erwachsene |

Dauer: 60 Minuten | Gruppengröße: max. 25 | Preis pauschal: € 75 | ermäßigt € 50 | Wochenende / Feiertag: zzgl. € 10 | Fremdsprache: zzgl. € 10 | zzgl. Eintritt | Mehrere Gruppen parallel: möglich

Führung: Das alltägliche Leben im römischen Köln

Farbenprächtige Mosaiken und Wandmalereien, kostbare Gläser, Goldschmuck, Gefäße aus Keramik und Metall, Skulpturen und Inschriften – sie alle spiegeln Leben und Geschichte der Römer in Köln. Zwischen Arbeit, öffentlichen, religiösen und privaten Pflichten blieb im Alltag oft wenig Zeit für Mußestunden. Wer es sich leisten konnte, sparte für Festlichkeiten nicht an eleganter Kleidung, Schmuck und Kosmetikprodukten.
Exotische Nahrungsmittel, Gewürze und Spitzenweine waren keine Seltenheit auf den Tischen der wohlhabenden Bürger. Händler und Kunsthandwerker boten luxuriöse Innendekoration an. Aber längst nicht alle konnten sich einen aufwändigen Lebensstil leisten. Sie entdecken auch die einfachen Formen des täglichen Lebens.

Diese Führung bringt auch Inhalte der Themen: „Culinaria Romana“ und „Familia Romana“.

Für: Erwachsene | Familien | Senioren |

Dauer: 90 Minuten | Gruppengröße: max. 25 | Preis pauschal: € 112,50 | ermäßigt € 75 | Wochenende / Feiertag: zzgl. € 15 | Fremdsprache: zzgl. € 15 | zzgl. Eintritt | Mehrere Gruppen parallel: möglich

 
 

Ausstellungen

Zerbrechlicher Luxus. Köln - ein Zentrum antiker Glaskunst

3. Juni 2016 bis 26. März 2017

Den Kern der Ausstellung bildet die beeindruckende Glassammlung des Römisch-Germanischen Museums, die unzählige, oft noch nicht ausgestellter Glasfunde aus sieben Jahrhunderten (1. bis 7. Jahrhundert n. Chr.) umfasst. Durchaus mit einem Tropfen Wehmut zeigt das Museum auch herausragende Gläser, die im 18. oder 19. Jahrhundert in Köln gefunden, von den Findern aber veräußert wurden und nun in den Sammlungen großer Museen bewahrt werden – in München, London oder New York.

 

Adresse

Roncalliplatz 4
50667 Köln
T +49 221 221 24438
F +49 221 221 24590
roemisch-germanisches-museum@stadt-koeln.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat 10 - 22 Uhr
Montag geschlossen

Karneval am Donnerstag, 23., Sonntag, 26. und Montag, 27. Februar geschlossen!

 

Eintritt

Eintrittskarten sind den ganzen Tag gültig.
Ständige Sammlung und Sonderausstellung 9,- €, ermäßigt 5,- €
Komibticket Römisch-Germanisches und Praetorium: 10,- €, ermäßigt 5,50 €
Welcomecard: Erwachsene 7,20 €, ermäßigt 4,- €
Schüler / KölnTag in Sonderausstellung: 2,- €


freier Eintritt (Ständige Sammlung): Kölner Kinder bis 18 Jahre, alle Schülerinnen und Schüler (inkl. 2 Begleitpersonen je Klasse), KölnPass-Inhaberinnen und -Inhaber, Geburtstagskinder mit Wohnsitz Köln am Tag ihres Geburtstages

1. Donnerstag im Monat (ausgenommen Feiertage): freier Eintritt in die Ständige Sammlung für alle Besucherinnen und Besucher mit Wohnsitz in Köln. Für Sonderausstellungen fällt weiterhin der reguläre Eintrittspreis an.
Freien Eintritt haben Begleiterinnen und Begleiter von Menschen mit Behinderungen, deren Schwerbehindertenausweis den Buchstaben „B" ausweist.

Barrierefreiheit

Der Haupteingang ist schwellenfrei. Behindertentoilette ist vorhanden. Kleiner Aufzug vorhanden. Die Ausstellung ist nur teilweise stufenlos zugänglich. Museumsdidaktische Sammlung für Blinde und stark Sehbehinderte.

Museumsshop

Köselsche Buchhandlung im Römisch-Germanischen Museum
Verkauf von Literatur zur Antike, Museumspublikationen, Repliken, Nachbildungen römischer Gläser.
T +49 (0)221 92 55 309
F +49 (0)221 25 41 97
museumsshop.koesel@t-online.de
www.koesel-koeln.de

Anfahrt & Verkehrsanbindung

Öffentliche Verkehrsmittel
Bahn, S-Bahn (vom Flughafen): "Hauptbahnhof"
Bus, U-Bahn, Straßenbahn: "Dom/Hauptbahnhof"
Parkhäuser
Am Dom / Groß St. Martin / Rheingarten